Unser erster Arbeitstag begann sehr entspannt. Wir sind um 12.00 Uhr aufgestanden (nach eurer Zeit natürlich) und dann bekam unser Körper um 7.15 Uhr (unserer Zeit) erst mal den nötigen Brennstoff für den Vormittag. Unser Geist sollte allerdings auch nicht zu kurz kommen und mit dem Einstieg in unsere Sessions „Wie wird ein Mann zum Mann“ kam der Eine oder andere schon mal ganz schön ins Grübeln. 10 Tage lang wird Josua unser Vorbild sein und wir wollen von ihm lernen, welche Vergangenheit er hatte, welche Sehnsüchte und Wünsche ihn bewegten, welches Risiko er einging, wie er für seine Rolle als Anführer trainiert hat und welche Spiritualität er hatte. Insgesamt gesehen für uns Männer eine Herausforderung. Gegen 9.30 Uhr begann dann die Orientierungsphase auf der Baustelle. Wo finde ich was? Wo stehe ich keinem im Weg? ;-))). Wer macht was und vor allem wie? Nach dieser „Selbstfindungsphase“ ging es zur Sache. Gerüste wurden gebaut, Rigips gespachtelt, Fenster eingebaut und Leimbinder hergestellt. Handgemacht und einzigartig. Sowas funktioniert auch nur in Peru. Bei uns trät den Leuten vom Bauamt bei der Abnahme der Fußschweiß auf die Stirn. Na ja – andere Länder, andere Sitten. Nach der einstündigen Mittagspause wurde am Nachmittag fleißig weiter bis 18.00 Uhr gewerkelt. Und wisst ihr was? Einige von uns haben das erste Mal für dieses Jahr den Brand kennen gelernt, der sich nicht ohne Weiteres löschen lässt und einen feuerroten Schein hinterlässt. Den Sonnenbrand. Krebsrot war für manche Arme und Köpfe noch geprahlt. Für uns komisch, da der Laurenz am Himmel gar nicht so gebruzzelt hat. Aber in dieser Höhe geht das eben Ruck-Zuck.

Einem unserer Männer ging es gestern so schlecht, dass wir fast einen Rettungsdienst gerufen hätten. Alle Mann sind gestern Abend in sein Zimmer gekommen, wir haben ihm die Hände aufgelegt und für ihn gebetet. Heute fühlte er sich wesentlich besser und er konnte schon leicht auf dem Bau mithelfen. Auch mein Fuß macht gut mit und hat den ganzen Arbeitstag seinen Dienst getan. Gott ist gut. Heute Morgen in meiner Stillen Zeit habe ich Gott gefragt, warum wir hier eigentlich solche Startschwierigkeiten im Vorfeld haben. Er hat mir zur Antwort gegeben: „Weil ich will, dass ihr betet.“ Das war eine klare Antwort und später hat mir einer der Männer gesagt, dass das Gebet für unseren kranken Kameraden einen tiefen Eindruck bei ihm hinterlassen hat.

Ihr seht – es bleibt spannend bei uns und ich bitte euch, weiter für uns zu beten, damit wir das tun können, was Gott durch uns getan haben will. Bis dahin: der Martin

 

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