Leider klappt das hier nicht mit dem Internet, so wie wir uns das vorstellen. Das ist wie mit einem Blinker vom Auto: geht-geht nicht-geht-geht nicht. Für Bilder hochzuladen, reicht zur Zeit die Kapazität nicht. Hier kommt wieder das Neueste vom Tage von Micha Behr. Er schreibt:

Während bei euch in Deutschland bald schon die ersten Wecker klingeln, neigt sich unser zweiter Arbeitstag dem Ende zu. Auch wenn man heute eigentlich nur von einem halben Arbeitstag reden kann, da wir bereits um 16 Uhr Feierabend gemacht haben. Aber zum Grund dafür später mehr.

Nach dem Frühstück haben wir uns zum Lobpreis getroffen und in unserer Andachtsreihe mit Josua fortgefahren. Die geistliche Stärkung ist bei unserer Arbeit ebenso wichtig wie die Körperliche. Auf dem Bau sehen wir jeden Tag unseren Fortschritt, aber es ist noch eine ganze Menge zu tun. Vor allem bei den Dacharbeiten.  Wir merken aber auch, wie wir unsere Arbeitsprozesse immer besser optimieren können. Jeder weiß was zu tun ist. Ob nun auf dem Dach, in schwindelerregender Höhe Platten zu befestigen, Fenster zu verglasen oder einfach nur für die ganze Truppe Kaffee zu kochen. Pünktlich zur Mittagspause gab es einen Regenschauer. Die halten meist aber nicht lang, sodass wir weitestgehend im trockenen Arbeiten könnten.

Pünktlich um 16 Uhr erklang für uns die Werkssirene. Wir räumten, wie es sich für eine deutsche Baustelle gehört unser Werkzeug weg, bestaunten unser Tagwerk und machten Feierabend. Dann schnell unter die Dusche und dann stand noch ein letzter Termin für den Tag an: Jonathan, der bereits seit vier Monaten hier an der Bibelschule ist um beim Bau mitzuhelfen, wird sich morgen von uns verabschieden und nach ein paar Tagen Urlaub im Umland von Peru, die Heimreise antreten. Er war bereits im Vorfeld unser Ansprechpartner hier vor Ort und all zu oft unser Übersetzer wenn wir Maße von Inch in Cm umrechnen müssen. Deshalb wollten wir die Gelegenheit nutzen und mit ihm den Abend in Cajamarca zu verbringen. Da die Bibelschule ein wenig außerhalb der Stadt liegt, nahmen wir den landestypischen Bus und waren überrascht das gut 20 Personen in einen Kleintransporter passen. In Cajamarca besuchten wir auf unserem Weg zum Aussichtsplatz der Stadt ein paar Souvenirläden und deckten uns mit typischen Touristenartikeln bestens ein. Als dann der Magen größer als die Kauflust wurde, führte uns Jonathan in ein Steakhaus. Muy rico! Da wir mit Steak, Hühnchen und Pommes im Bauch sicherlich nicht mehr in den besagten Kleinbus passten, leisteten wir uns den Luxus eines Taxis. Für umgerechnet 4 Euro kommt man schon ganz schön weit. Da ist es dann auch halb so schlimm wenn der Taxifahrer eigentlich keine Ahnung hat wo er uns eigentlich hinfahren soll.

Jetzt ruft für uns alle das Bett und wir können wieder einmal auf einen gesegneten Tag hier zurückschauen. Wir werden sicherlich Jonathan vermissen, der bald die wunderbaren Anden gegen das Sauerland eintauschen wird. Wir hingegen haben ja noch ein paar Tage.

Kürzlich erschienene Beiträge