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In dgdev

„Und es geschah, solange Mose seine Hand aufhob, hatte Israel die Oberhand; wenn er aber seine Hand sinken ließ, hatte Amalek die Oberhand: Aber die Hände Moses wurden schwer, darum nahmen sie einen Stein und legten den unter ihn, und er setzte sich darauf. Aaron aber und Hur stützten seine Hände, auf jeder Seite einer. So blieben seine Hände fest, bis die Sonne unterging. Und Josua überwältigte Amalek und sein Volk mit der Schärfe des Schwertes.“ (2. Mose 17,11-13)

Auf ihrem Weg durch die Wüste wurde Israel von den Amalekitern angegriffen, und zwar auf die schlimmste Art und Weise – indem sie sich auf die Schwachen und Hilflosen am Ende der Menge konzentrierten. Gott wollte, dass sie gegen sie Amalekiter Krieg führten, und während Josua den Kampf anführte, unterstützte ihn Mose durch Beten.

In diesem Kampf hing das Schicksal von Israel von Moses Gebet ab. Früher hatte Mose geglaubt, dass der einzige Weg einen Krieg zu gewinnen der Kampf sei. Nun ließ er Josua kämpfen, während er die wichtigere Aufgabe übernahm: für den Sieg zu beten.

Als Mose „seine Hand aufhob“ machte er das so, wie die Israeliten damals beteten, auch wenn wir heute unsere Köpfe senken und die Hände falten. Wenn Mose betete, gewann Israel; wenn er aufhörte zu beten, waren die Amalekiter im Vorteil. Mose verstand, dass Leben oder Tod der Israeliten von Gebet abhing. Gott will, dass wir mit derselben Leidenschaft beten, mit dem Wissen, dass es vielleicht um Leben und Tod – ewiges Leben und ewiger Tod – geht.

Es mag schwierig sein, das mit dem Wissen in Einklang zu bringen, dass Gott einen vorherbestimmten Plan hat; doch Gott wollte nicht, dass Mose sich damit beschäftigte. Er sollte beten, als ob es nur darauf ankommt. Es war nicht die Zeit für eine theologische Debatte über Prädestination und das Handeln des Menschen; es war Zeit zu beten, und zwar so, als ob es nur darauf ankommt.

Manchmal ist das Beten schön und leicht; manchmal ist es harte Arbeit. Darum beschreibt Paulus den Dienst von Epaphras so: „der allezeit in den Gebeten für euch kämpft“ (Kolosser 4,12). Paulus sagt auch: „Seid ausdauernd im Gebet und wacht darin mit Danksagung“ (Kolosser 4,2).

Das Beten war so wichtig, dass diese Aufgabe für Mose alleine zu groß war. Aaron und Hur hielten ihm die Hände hoch; sie halfen ihm und hatten so Anteil an der schweren Aufgabe der Fürbitte. Obwohl es Moses Aufgabe war, konnte er es nicht alleine schaffen. Er brauchte andere an seiner Seite, die ihn stärkten.

Durch das Beten besiegte Israel die Amalekiter. Aus dem Text geht hervor, dass sie, wenn Mose, Aaron und Hur nicht gebetet hätten, den Kampf verloren hätten – und das hätte den Lauf der Geschichte geändert. Es spielt eine Rolle, ob wir beten oder nicht.

Mose war ein großer Fürsprecher für sein Volk, doch die Bibel sagt uns, dass es noch einen größeren Fürsprecher für Gottes Volk gibt: den Herrn Jesus Christus. In Hebräer 7,25 steht, dass Jesus für immer lebt um für Sein Volk zu beten. Wir sehen, dass Mose betete, dass er beten musste – aber, und das ist das Beste, dass Jesus betet; mit ausgestreckten Händen um zu siegen.

Von David Guzik

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