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Als ich meine Wege bedachte,
da wandte ich meine Füße zu deinen Zeugnissen.
Ich eile und säume nicht,
deine Gebote zu befolgen.
(Psalm 119,59-60)

Psalm 119 ist der längste Psalm und das längste Kapitel der Bibel (176 Verse). Einige Menschen haben diesen Vers auswendig gelernt, und das war für sie ein großer Segen. John Ruskin (ein britischer Autor des 19. Jahrhunderts), William Wilberforce (ein britischer Politiker des 19. Jahrhunderts, der die Bewegung gegen den Sklavenhandel im Britischen Reich anführte), Henry Martyn (einer der ersten Missionare in Indien im 19. Jahrhundert) und David Livingstone (einer der ersten Missionare in Afrika im 19. Jahrhundert).

Ein andere Mann, der den ganzen Psalm auswendig lernte war Blaise Pascal, ein französischer Philosoph und hingegebener Christ. Er liebte diesen Psalm und nannte den Vers 59 „den Wendepunkt vom Charakter und Schicksal des Menschen.“ Was er meinte war, dass es für jede Person wichtig ist, über sein Leben nachzudenken, zu verstehen wo es gefährlich wird und dann die notwendigen Veränderungen durchzuführen um wieder in Richtung Gott und Seine Weisheit unterwegs zu sein.

Es ist einfach zu verstehen, aber nicht einfach zu tun: „Als ich meine Wege bedachte, da wandte ich meine Füße zu deinen Zeugnissen.“ Die Zeit, die er in Gottes Wort verbrachte, ließen den Psalmisten sein Leben reflektieren. Das führte ihn zu der Einsicht, sich in die richtige Richtung zu wenden.

Zuerst studierte er die Bibel, und dann studierte er sein Leben. Als er beides miteinander verglich, wurde ihm klar, dass er die Richtung ändern musste. Viele Menschen kommen gar nicht so weit; sie denken noch nicht mal über ihr Leben nach. Sie gehen von diesem Leben in die Ewigkeit ohne nur ein bisschen ernsthaft darüber nachgedacht zu haben, wie sie es gelebt haben und wem sie Rechenschaft geben müssen.

Der Psalmist war anders. Er dachte über sein Leben nach, und er gebrauchte dieses Nachdenken um den richtigen Weg einzuschlagen. Und als er dann in diese Richtung unterwegs war, sagte er: „Ich eile und säume nicht, deine Gebote zu befolgen.“ Einmal auf dem richtigen Weg konnte der Psalmist die Geschwindigkeit erhöhen.

Es ist gefährlich auf dem falschen Weg zu eilen; es ist herrlich auf dem richtigen Weg zu eilen. Man kann auch sagen, wenn man auf Gott zueilt, ist das ein Zeichen von Erweckung. Wenn Gott mit Macht handelt, dann beeilen sich die Leute um mit Ihm ins Reine zu kommen. Wenn er sagt, dass er „nicht säumte“, meinte er damit, dass alle Unentschlossenheit weg war. Er war fest entschlossen, diesen Weg zu gehen.

Spurgeon sagte: „Schnelligkeit zur Buße und Schnelligkeit zum Gehorsam sind ausgezeichnete Dinge. Oft sind wir schnell dabei zu sündigen; O dass wir uns mehr eilen würden zu gehorchen.“

Es macht Sinn:

  • Denk über dein Leben nach
  • Wende dich in die richtige Richtung
  • Eile entschlossen in diese Richtung

Mit Gottes Hilfe kannst du das.

Von David Guzik

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