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„Und daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und damit werden wir unsere Herzen vor ihm stillen, dass, wenn unser Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles weiß. (1. Johannes 3,19-20)

Es ist schlecht, wenn man sich in Gesellschaft nicht sicher fühlt. Manchmal fragen wir uns, ob wir Mundgeruch haben, wie unsere Haare aussehen oder ob unser Deo versagt hat. Es ist furchtbar, wenn man sich nicht sicher ist, ob man dazugehört oder ob die anderen einen wirklich akzeptieren.

Es ist schlecht, wenn man sich in Gesellschaft nicht sicher fühlt, aber wie fühlen wir uns in der Gesellschaft Gottes? Johannes bringt es auf den Punkt: Wenn wir die Liebe Gottes durch unser Leben in die Leben anderer fließen sehen, „daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und damit werden wir unsere Herzen vor Ihm stillen.“

Gayle Erwin (www.servant.org) erzählt eine wunderbare Geschichte von einem Mann, den er als Junge kannte. Der Name des Mannes war Jake, und er war der gemeinste Mann in der Stadt und ständig betrunken. Hin und wieder kam er zur Gemeinde, aber nur um die Ältesten zu verprügeln. An einem Mittwoch Abend kam Jake zur Gemeinde, aber nicht um jemanden zu verprügeln. Jake gab sein Leben Jesus. Er ging durch den Mittelgang der kleinen Kirche und kniete vor dem Altar nieder. Am nächsten Abend gab es wieder ein Treffen in der Gemeinde, und der Pastor fragte, ob jemand erzählen wollte, was Jesus in seinem Leben getan hatte. Jake stand auf und sagte: „Ich habe etwas zu sagen. Als ich gestern Abend hier her kam, habe ich euch gehasst.“ Einige nickten. „Aber dann passierte etwas mit mir, und ich verstehe das gar nicht, doch heute Abend liebe ich euch.“ Und obwohl er nur einen Zahn hatte, lächelte er breit. Wenn man diese Liebe hat, ist das die größte Versicherung, dass man wiedergeboren ist!

Aber was ist, wenn wir in der Liebe wandeln und unser Herz verdammt uns vor Gott? Johannes versichert uns, dass „Gott größer ist als unser Herz“, und erinnert uns daran, dass wir unsere Beziehung zu Ihm nicht nur daran festmachen können, wie wir uns in Seiner Gegenwart fühlen. Die Verdammnis, die sich unseren Herzen meldet, muss nichts damit zu tun haben, wie wir vor Gott dastehen. Es kann das Werk des Feindes in unseren Seelen sein ( der die Brüder nach Offenbarung 12,10 anklagt), oder das Werk eines überaktiven Gewissens. Zu solchen Zeiten vertrauen wir auf das, was Gottes Wort über uns sagt, und nicht darauf, wie wir uns fühlen.

Doch wenn wir in Gemeinschaft mit Gott sind, und unser Herz uns nicht verurteilt, dann wissen wir, dass wir in Bezug auf Gott und unseren Stand bei Ihm zuversichtlich sein können. Zuversicht ist die doppelte Dosis der Beruhigung. Erstens weiß Gott alles über dich und liebt dich, Er kümmert sich um dich und sehnt sich nach dir. Zweitens weiß Gott „alles“, Er weiß, wer wir wirklich sind in Jesus Christus. Wenn wir wiedergeboren sind, ist das echte Selbst das, was im Bild von Jesus gemacht wurde. Lass deine Sicherheit in Gott ruhen, der größer ist als dein Herz.

Von David Guzik

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