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In dgdev

Die Eröffnung deiner Worte erleuchtet
und gibt den Unverständigen Einsicht.
Ich tue meinen Mund weit auf und lechze,
denn mich verlangt nach deinen Befehlen.
(Psalm 119,130-131)

Es ist ein Thema, das schon einmal erwähnt wurde, aber der Psalmist wiederholt es hier: „Die Eröffnung deiner Worte erleuchtet.“ Der Gedanke ist einfach der, dass Gottes Wort ihm Licht brachte. Es ließ die Dinge klarer werden. Als das Wort Gottes zu ihm kam, kam mit ihm Licht und Klarheit.

Das hebräische Wort, das hier mit „Eröffnung“ übersetzt ist, kann zwei Bedeutungen haben, je nach Betonung. Mit der einen Betonung heißt es Tür, mit der anderen heißt es Offenbarung. Nach James Boice liegt der Grund für diese Doppelbedeutung darin, dass die Juden über Jahrhunderte in Zelten lebten, und wenn die Tür eines Zeltes geöffnet wurde, fiel Licht hinein und offenbarte das, was darin war. Martin Luther übersetzte es mit: „Wenn dein Wort offenbar wird.“

Die Tür muss geöffnet werden – dann kann das Licht herein. Manchmal ist die Tür unseres Verstehens durch Stolz, Vorurteile oder Teilnahmslosigkeit blockiert. Doch wenn wir Gott und Seinem Wort die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die Ihm zustehen, dann wird es hell.

Darum konnte der Psalmist schreiben: „und gibt den Unverständigen Einsicht.“ Das Wort Gottes ist so klar und erhellend, dass sogar die Unverständigen es verstehen. Dazu braucht es keine große Intelligenz oder mentale Stärke.

  • Es ist ein Segen für die Unverständigen; Gott vergisst sie nicht. Für Ihn ist Errettung oder geistliches Wachstum keine Sache von Intellekt.
  • Es ist eine Verheißung für die Unverständigen; sie können sich Gottes Wort zuversichtlich nähern und erwarten, dass Gott ihnen das Verständnis gibt.
  • Es ist eine Verantwortung für die Unverständigen; ihr durchschnittlicher (oder unterdurchschnittlicher) Intellekt ist keine Entschuldigung. Sie haben trotzdem die Verantwortung, Gott in Seinem Wort zu suchen.

Darum wollte er Gottes Wahrheit so sehr: „Ich tue meinen Mund weit auf und lechze, denn mich verlangt nach deinen Befehlen.“ Weil das Wort Gottes Licht gibt und klar ist, (klar genug für die Unverständigen), wollte der Psalmist Gottes Wort so sehr wie ein durstiges Tier nach Wasser lechzt. Vielleicht lechzte er vor Durst; vielleicht lechzte er nach Luft; aber dahinter steht immer ein Verlangen.

Hinter dem Wort „auftun“ steht ein bestimmter Gedanke. Es beschreibt den brennenden Durst eines Tieres. Denk an einen Hund oder ein Pferd nach einem Rennen, und wie sie sofort zum Wasser gehen. Der Psalmist war genauso durstig nach Gott und Seinem Wort. Bist du durstig nach Gott uns Seinem Wort?

Von David Guzik

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