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In dgdev

Wie kann ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen?
Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort! (Psalm 119,9)

Es kommt einem wie eine moderne Frage vor, aber es ist 3000 Jahre her, dass der Psalmist fragte: „Wie kann ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen?“ Das war damals wie heute eine schwierige Frage. Ein junger Mensch hat so seine eigenen Herausforderungen, wenn er ein reines Leben führen will.

Diese Frage stellen sich einige – auch wenn sie zu Gottes Kindern gehören – nie. Es ist traurig, dass manche Menschen sich nicht um moralische Reinheit kümmern. Sie wiederholen das Gebet des Augustinus vor seiner Bekehrung: „Herr, mach mich keusch – aber noch nicht jetzt.“

Die Welt sagt uns: „Hab eine gute Zeit, während du jung bist; sei frei von allem. Wenn du älter bist, kannst du ruhiger, religiös und anständig werden.“ Doch Gott weiß um den Wert und die Weisheit eines Lebens, das schon so früh wie möglich für Gott lebt – je jünger desto besser. Gott hat immer den Anspruch auf das Erste und Beste von allem, und das beinhaltet auch das Leben eines jungen Menschen.

Doch auch wenn jemand den Wunsch nach moralischer Reinheit hat, gibt es viele Dingen, die es für einen jungen Menschen schwer machen, seinen Weg unsträflich zu gehen.

  • jugendliche Energie und Unbekümmertheit
  • das Fehlen von Lebensweisheit
  • der Wunsch nach Unabhängigkeit
  • körperliche und sexuelle Reife, die der geistlichen und moralischen Reife voraus ist
  • Geld und die Freiheit die es bringt
  • junge Frauen, die – wissentlich oder unwissentlich – zu moralischer Unreinheit ermutigen
  • die Gesellschaft heute erwartet und fördert moralische Unreinheit bei jungen Leuten
  • der Wunsch von ihresgleichen, die denselben Herausforderungen gegenüberstehen, akzeptiert zu werden

Diese Herausforderungen betreffen natürlich nicht nur junge Leute; Männer und Frauen jeden Alters haben ihren eigenen Kampf damit. Doch oft werden sie in jungen Jahren als schwerer empfunden.

Gott spricht zu uns über diese Dinge, weil Er den jungen (oder auch den älteren) Leuten die Knechtschaft der Sünde ersparen will. Erfahrungen haben die Macht, unsere Gewohnheiten zu formen. Wenn du dich einmal einer Versuchung hingibst; nicht nur gedanklich, sondern in der Wirklichkeit, dann wird es viel schwieriger dieser Versuchung in der Zukunft zu widerstehen. Jedes Nachgeben der Versuchung führt nach und nach zu einer Gewohnheit, die sich nicht nur geistlich festigt, sondern auch durch die Chemie im Gehirn. Solche tief verwurzelten Gewohnheiten sind umso schwieriger abzulegen, je mehr man ihnen nachgegangen ist; und es ist fast unmöglich, solche Gewohnheiten aufzugeben, ohne sie durch eine andere zu ersetzen.

Bezeichnenderweise kommt der Ausdruck „nach deinem Wort“ von dem hebräischen Wort, das Spurrille bedeutet. In der Jugend werden die Weichen für den Rest des Lebens gelegt. Viele ältere Männer wünschen sich heute, sie hätten sich mehr um diese Dinge gekümmert, als sie noch jung waren. Doch egal ob jung oder alt, der Rest des Verses sagt uns, wie man seinen Weg unsträflich geht.

Von David Guzik

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