Von
In dgdev

Und als das Kind groß geworden war, da brachte sie es der Tochter des Pharao,
und es wurde ihr Sohn, und sie gab ihm den Namen Mose.
Denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.
(2. Mose 2,10)

Das Baby Mose kam in eine unfreundliche Welt. Er wurde geboren als eine Supermacht herrschte, aber er gehörte einer fremden und unterdrückten Rasse an, zu einer Zeit wo alle hebräischen männlichen Babys zum Tode verurteilt waren. Aber Mose hatte Eltern, die Gott wirklich vertrauten.

In 2. Mose 6,20 lesen wir, dass Moses Eltern Amram und Jochebed hießen. Jüdische Legenden besagen, dass die Geburt von Mose für seine Mutter schmerzfrei war und dass sein Gesicht so schön war, dass sich der Raum mit Licht, so wie wenn Sonne und Mond vereint scheinen, erfüllte. Man sagt, er konnte laufen und sprechen, als er einen Tag alt war und schon feste Nahrung zu sich nehmen. Das sind phantasievolle Geschichten. Die Wahrheit über Mose ist schon erstaunlich genug.

Als Moses Eltern sich über den Befehl des Pharaos hinwegsetzten und ihr Kind retteten, wurden sie durch mehr als nur elterliche Liebe angetrieben. Sie taten es auch aus dem Glauben an Gott heraus, wie es in Hebräer 11,23 steht. Aber im wörtlichen Sinn, tat Moses Mutter genau das, was der Pharao gesagt hatte – werft die Jungen in den Fluss. Doch sie legte ihn in ein wasserfestes Körbchen und ließ ihn strategisch in eine Richtung schwimmen. Moses Eltern sind ein tolles Beispiel dafür, wie man das Wohl und die Zukunft seines Kindes Gott allein überlässt. Als Moses Mutter das Schilfkörbchen losließ, gab sie etwas Wertvolles auf und vertraute darauf, dass Gott darauf aufpasste und vielleicht einen Weg fand, wie Mose zu ihr zurückkommen könnte.

Gott ließ alles gut werden. Die Tochter des Pharaos fand das Baby und stellte Moses eigene Mutter ein um sich um ihn zu kümmern! Nicht nur, dass sich Moses Mutter um ihr eigenes Kind kümmern darf, sie wurde sogar dafür bezahlt! Gott hat den Glauben von Moses Mutter belohnt, weil sie Mose drei Monate lang versteckt hielt und Ihm vertraute, als sie ihn im Fluss aussetzte.

Als Adoptivsohn der Tochter des Pharao gehörte er zur königlichen Familie. Josephus sagt, dass er der Thronfolger Ägyptens war und als junger Mann Mose die ägyptischen Armeen in einem siegreichen Kampf gegen die Äthiopier anführte. Natürlich lernte er die Wissenschaften und die Sprache der Ägypter. In Apostelgeschichte 7,22 steht: „Und Mose wurde in aller Weisheit der Ägypter unterrichtet und war mächtig in Worten und in Werken.“ Ägypten war eines der Länder, die zu jener Zeit in der Wissenschaft am weitesten war. Mose wurde wahrscheinlich in Geographie, Geschichte, Grammatik und Schreiben, Literatur, Philosophie und Musik unterrichtet.

Wenn Mose irgendwo hinging, reiste er in einem königlichen Streitwagen und seine Leibwächter riefen: „Beugt die Knie!“ Wenn er auf dem Nil reiste, dann in einer antiken Yacht mit musikalischer Begleitung – er lebte ein königliches Leben. Aber sicher wurde Mose auch in seinem hebräischen Erbe von seiner Mutter erzogen. Er wuchs in einer speziellen Umgebung auf unter besonderen Lebensumständen. Umstände, die Gott gebrauchte um Seinen Willen durch Mose geschehen zu lassen.

Keiner von uns ist Mose, aber Gott lässt auch in deinem Leben bestimmte Umstände für einen bestimmten Zweck zu. Wenn du diese Woche darüber nachdenkst, was Gott in deinem Leben zulässt, vertraue darauf, dass Er damit eine liebevolle Absicht hat. Was bereitet er für dich vor?

Von David Guzik

Kürzlich erschienene Beiträge