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In dgdev

„Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreichs sollen sie nicht überwältigen.“ (Matthäus 16,18)

Es ist immer schön, etwas neues zu lernen, und während ich dies schreibe – in Israel – habe ich etwas auf dieser Reise gelernt, dass mir immer wieder im Kopf herum geht.

Diese bedeutende Aussage von Jesus, die wir hier haben, machte Er in Caesarea Philippi. Es ist wichtig, dass wir verstehen, dass das 46 Kilometer nördlich von Galiläa war, wo Jesus lebte und oft predigte. Caesarea Philippi war keine Jüdische Region; es war ein Zentrum heidnischer Tempel.

Warum entschied sich Jesus dafür, eine so wichtige Unterhaltung mit Seinen Jüngern an einem so heidnischen Ort zu führen? Wahrscheinlich aus mehreren Gründen. Einer war, dass dies zu einer Zeit war, an der die Massen Jesus mehr und mehr bedrängten. Seine Jünger und Er waren wahrscheinlich froh einmal weg zu kommen an einen Ort, an dem Jesus nicht so bekannt war, und sie sich ein wenig ausruhen konnten.

Hier versprach Jesus Petrus und den Jüngern, dass „die Pforten des Totenreichs“ Seine Gemeinde nicht überwältigen würden. In der antiken Welt trafen sich die Ältesten, die Richter und die Herrscher einer Stadt an den Stadttoren. Hier planten sie, trafen Entscheidungen und machten Strategien. Es ist wahr, dass die Pläne und Strategien des Totenreichs (in diesem Zusammenhang Hölle) Jesu Gemeinde nicht überwältigen würden und es auch nicht können.

Doch wenn man diesen bestimmen Ort, den Jesus aussuchte um diese Aussage zu machen, sich ansieht, gibt es noch einen weiteren Aspekt. Den großen Tempel für den römischen Gott Pan, der sich in Caesarea Philippi befand. Die Rückseite des Tempels ragte in eine Höhle mit einem langen Spalte im Boden. Die Leute, die dort Pan anbeteten, hielten sie für das Tor zur Unterwelt oder die Pforten zum Totenreich. Man warf Opfer in diese Kluft und wartete auf Zeichen, dass die Götter dort unten die Opfer erhalten hatten.

Darum forderte Jesus, als Er sagte, dass sie Pforten des Totenreichs Seine Gemeinde nicht überwältigen würden, das Heidentum der römischen und heidnischen Welt heraus. Wenn man die Worte und den Ort genauer in Betracht zieht, war es so, als würde Jesus sagen: „ Dort drüben ist der Ort, an dem die Heiden ihren Götzen opfern, der Ort, den sie für die Tore zur Unterwelt halten. Nichts davon wird Meine Gemeinde, die Gemeinschaft Meiner Nachfolger, überwältigen.“

Bis zu diesem Punkt sahen die Jünger Jesus meistens unter dem jüdischen Volk wirken – und das taten sie aus gutem Grund. Doch hier muss Jesus sie überrascht haben, indem Er nicht nur den alten Weinschlauch des Judaismus, sondern auch die weite heidnische Welt herausforderte.

Was in einer dunklen Ecke des römische Reiches begann, breitete sich nicht nur in der römischen Welt aus, sondern über die ganze Erde. Jesus war nicht damit zufrieden nur die jüdische Welt Seiner Zeit neu zu gestalten, sondern Er würde eine unaufhaltsame Gemeinde errichten (eine Gemeinschaft Seiner Nachfolger). Nichts könnte diese Gemeinschaft überwältigen, denn es war Seine Gemeinde, die Er aufbaute. Nun lasst uns das auf heute anwenden: nichts kann diese Gemeinschaft überwältigen, denn es ist Seine Gemeinde, die Er aufbaut. Freue dich heute darüber.

Von David Guzik

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