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In dgdev

„Als nun Mose seine Hand über das Meer ausstreckte, da ließ der HERR das Meer die ganze Nacht durch einen starken Ostwind ablaufen; und er machte das Meer zu trockenem Land, und die Wasser teilten sich.“ (2. Mose 14,21)

Diese große Ereignis ist Inhalt von Filmen (Die Zehn Gebote oder Der Prinz Von Ägypten) und Gemälden. Doch manche fragen sich, ob das wirklich passiert ist; ob Mose wirklich seine Hand über das Meer hielt und es sich wirklich teilte um Israel hindurchzulassen.

Wir wissen nicht ganz genau wo dieser Ort war, wo genau die geographische Lage war, denn Landschaften werden durch Fluten und Dürren verändert. Wir wissen, dass dort genug Wasser war um die Israeliten aufzuhalten und um später die Ägypter zu ertränken. Man kann davon ausgehen, dass das Wasser dort mindestens drei Meter tief war. Man kann auch davon ausgehen, dass der Weg hindurch nicht sehr weit war, denn eine große Menschenmenge, wie die der Israeliten, konnte ihn in einer Nacht zurücklegen.

Es gab schon einige Versuche diesen Ort zu lokalisieren. Man dachte an die westliche Seite der Halbinsel Sinai, besser bekannt als die Bitterseen, oder an das Gebiet am nördlichsten Punkt des Golf von Suez. Auch der Osten der Halbinsel Sinai, Ezion Geber, Nuweiba Beach und die Straße von Tiran wären möglich.

Egal wo es passierte, es ist völlig vernünftig zu glauben, dass es passierte. Auch wenn einige glauben, dass es nur eine weitere interessante Legende ist, es ist möglich. Vor vielen Jahren erschien ein Artikel in der Los Angeles Times mit dem Titel „Untersuchungen zum biblischen Bericht über die Teilung des Roten Meeres“. In diesem Artikel schrieb Thomas Maugh:

„Aufwändige Computerberechnungen deuten darauf hin, dass die Teilung des Roten Meeres, durch die Mose und die Israeliten ihrer Gefangenschaft in Ägypten entkommen konnten, genauso hat stattfinden können, wie es in der Bibel beschrieben wird. Forscher der American Meteorological Society gaben bekannt, dass aufgrund der besonderen geographischen Lage, ein mäßiger Wind, der länger als 10 Stunden weht, das Meer über 1,5 km zurückdrängen kann, der Meeresspiegel um drei Meter sinkt und so trockenes Land in dem Gebiet hinterlässt, von dem die Bibelforscher glauben, dass das Ereignis dort stattfand.“

Dies ist eine wissenschaftliche Beschreibung davon, wie es geschehen sein könnte, und wir sind dankbar dafür. Aber ich bevorzuge Gottes Beschreibung, wie wir sie in Psalm 77,17-20 finden:

„Als dich, o Gott, die Wasser sahen, da brausten sie, ja, das Meer wurde aufgeregt; die Wolken gossen Wasser aus, es donnerte im Gewölk, und deine Pfeile fuhren daher; deine Donnerstimme erschallte im Wirbelwind, Blitze erhellten den Erdkreis, die Erde erbebte und zitterte. Dein Weg führte durch das Meer und dein Pfad durch gewaltige Fluten, und deine Fußstapfen waren nicht zu erkennen. Du führtest dein Volk wie eine Herde durch die Hand von Mose und Aaron.“

Es ist für gewöhnlich nicht schlecht, Gottes Werk zu analysieren, egal ob es ein Werk aus der Geschichte oder in unseren heutigen Leben ist. Aber es sollte uns nicht des Wunders und der Herrlichkeit berauben, die wir darin finden, wenn wir Gott für Seine großen Taten preisen, egal wie Er sie durchführt. Derselbe wunderwirkende Gott, der Sein Volk wie eine Herde durch die Hand von Mose und Aaron führte, ist auch bei uns, um uns zu führen.

Von David Guzik

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