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„Aber auf das alles nehme ich keine Rücksicht; mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen.“ (Apostelgeschichte 20,24)

Diese Worte kommen direkt aus dem Herzen des Paulus und richten sich an die Anführer der christlichen Gemeinschaft in Ephesus. Er hatte zwei Jahre bei ihnen verbracht und hatte sie vor einigen Monaten verlassen. Auf seinem Weg nach Jerusalem, in Apostelgeschichte 20, redet er zu diesen Anführern. Was er zu sagen hatte, war so wichtig, dass er sie bat 50 Kilometer zu laufen, um sich mit ihm zu treffen – und das taten sie.

In diesem einen Satz sagt Paulus eine Menge. Er beschreibt seinen Entschluss, seine Wertschätzung, seine Anstrengung und das, was er empfangen hat.

Paulus Entschluss: „Auf das alles nehme ich keine Rücksicht.“ Trotz der ungewissen Lage, trotz der Schatten des Leidens am Horizont, trotz allem – Paulus wollte darauf keine Rücksicht nehmen. Tief verwurzelt in Jesus Christus hatte er die Entscheidung getroffen weiter mit Jesus zu gehen, fest entschlossen nicht auf die äußeren Umstände zu achten.

Paulus Wertschätzung: „Mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer.“ Paulus schätzte sein irdisches Leben nicht mehr als die Treue zu Gottes Berufung für sein Leben. Wie ein Buchhalter wägte er sorgfältig die Kosten ab und kam zu dem Schluss, dass er mit Freude sein Leben für den Herrn opfern würde.

Paulus Anstrengung: „Es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden.“ Wie ein Läufer, der nochmal alles gibt, wenn er die Ziellinie sehen kann, so strengte sich auch Paulus an. Mit Gottes Hilfe würde er das Rennen beenden und zwar mit Freuden. Auch wenn er sich auf Gottes Kraft verließ, erwartete er nicht, dass Gott das für ihn tat während er passiv daneben saß.

Das, was Paulus empfing: „Den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe.“ Obwohl er wusste, dass er sich weiter anstrengen musste, war Paulus sich immer bewusst, dass seine Arbeit, sein Dienst, etwas war, das er vom Herrn empfangen hatte. Es war sein Dienst, das Rennen zu laufen; aber es war ein empfangenes Werk, das er das tun konnte.

Die Worte „mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer“ oder „meinen Lauf mit Freuden zu beenden“ zeigen, dass Paulus selbst an diesem Punkt an seinen Tod dachte. Es sollte noch einige Jahre dauern, bis er tatsächlich starb, aber er fand das, was er in seinem Leben getan hatte, war es wert zu sterben. Paulus predigte ein Evangelium, das es wert ist, dafür zu sterben. Das ist ein würdige Herausforderung für jeden Prediger. Ist das Evangelium, das du predigst, es wert dafür zu sterben?

  • Das Evangelium der moralischen Reform? Nicht wert, dafür zu sterben.
  • Das Evangelium von „rette dich selbst durch gute Werke“? Nicht wert, dafür zu sterben.
  • Das Evangelium von sozialem Handeln und sozialer Verbesserung? Nicht wert, dafür zu sterben.
  • Das Evangelium von religiösen Traditionen? Nicht wert, dafür zu sterben.
  • Das Evangelium von kaum geistlicher Konversation? Nicht wert, dafür zu sterben.
  • Das Evangelium von mystischen Kauderwelsch? Nicht wert, dafür zu sterben.
  • Das Evangelium von der Gemeinde, die echt hip ist? Nicht wert, dafür zu sterben.
  • Das Evangelium der Selbstachtung? Nicht wert, dafür zu sterben.
  • Das Evangelium von ökologischer Rettung? Nicht wert, dafür zu sterben.
  • Das Evangelium der politischen Korrektheit? Nicht wert, dafür zu sterben.

Doch es bleibt ein Evangelium das es wert ist dafür zu sterben und zu leben – es ist das Evangelium der Gnade Gottes.

Von David Guzik

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