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In dgdev

Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe,
denn sie sind die Wonne meines Herzens.
Ich habe mein Herz geneigt
deine Satzungen zu erfüllen,
auf ewig, bis ans Ende.
(Psalm 119,111-112)

Der großartige Psalm 119 gebraucht viele verschiedene Worte um Gottes Wort zu beschreiben; hier in Vers 111 wird Gottes Wort „deine Zeugnisse“ genannt. Dann erzählt der Psalmist davon, wie sehr er Gottes Wort schätzt: „Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe, denn sie sind die Wonne meines Herzens.“ Der Psalmist erfreute sich ganz tief im Herzen an Gottes Wort. Darum wurde es sein ewiges Erbe.

Viele Leute freuen sich auf ein geistliches Erbe. Sie freuen sich auf eine himmlische Belohnung, eine Krone im Himmel, oder darauf Gott sagen zu Hören: „Gut gemacht, mein treuer Knecht.“ Alle diese Dinge sind gut; aber der Psalmist hatte eine andere Vorstellung von geistlichem Erbe. Für ihn war Gottes Wort selbst das ewige Erbe. Das Wort Gottes war für ihn so reich, so voll und so bedeutsam, dass es schon jetzt wie ein Teil der himmlischen Belohnung war.

Es scheint eine kühne Behauptung zu sein, zu sagen, dass Gottes Wort jemandes eigenes Erbe ist, aber der Psalmist hatte recht mit dieser Aussage. Er hatte sich das nicht erkauft und auch nicht verdient – es war sein Erbe. Ein Mensch schaut sich seinen Besitz und seine Kinder an und sagt: „Das ist mein Erbe.“ Der Psalmist aber fühlte, dass sein echter Reichtum in Gottes Wort und Gott selbst lag.

Adam Clarke sah noch einen weiteren Aspekt darin. Ein Erbe ist etwas, das wir sowohl erhalten als auch weitergeben an zukünftige Generationen. Clarke schrieb: „Er hatte es von seinem Vater geerbt, und er wollte es seiner Familie hinterlassen. Wenn ein Mann seinen Kindern nichts außer der Bibel hinterlässt, dann vermacht er ihnen den größten Schatz des Universums.“

Bei diesem großen Erbe dachte der Psalmist: „Ich habe mein Herz geneigt, deine Satzungen zu erfüllen, auf ewig, bis ans Ende.“ Wieder wird dieses Thema betont. Der Psalmist würde Gottes Wort nie verlassen; niemals aufhören es zu lesen, zu lernen, darüber nachzudenken und vor allen Dingen ihm zu gehorchen.

Der Gläubige fühlte, dass jeder dieser Schritte gefährlich ist; darum schrie er zu der Leuchte seiner Füße und dem Licht auf seinem Weg. Jeder Schritt war gefährlich, wie konnte er da darauf hoffen bis zum Ende bestehen zu bleiben? Weil derselbe Gott, der ihm den Weg für einen Schritt erhellt, das auch bei jedem Schritt kann, bis zum Ende.

Von David Guzik

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