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In dgdev

„Und es geschah, als der Pharao das Volk ziehen ließ, da führte sie Gott nicht auf die Straße durch das Land der Philister, obwohl sie die nächste war; denn Gott sprach: Es könnte das Volk reuen, wenn es Kämpfe vor sich sehen würde, und es könnte wieder nach Ägypten umkehren. Darum führte Gott das Volk einen Umweg durch die Wüste am Schilfmeer.“ (2. Mose 13,17-18)

Schließlich ließ der Pharao das Volk Israel Ägypten verlassen. Nachdem alle Erstgeborenen gestorben waren, konnte es nicht schnell genug für den Pharao gehen, dass Israel ging, also warf er sie raus. Als Israel Ägypten verließ, zeigte Gott ihnen den Weg, den sie nehmen sollten.

Zu jener Zeit waren Reisen zwischen Ägypten und den Gebieten im Norden und Westen üblich, und die Straßen führten durch das Gebiet, das wir heute als Israel kennen. Es waren gute Straßen, die oft genutzt wurden, und darauf wäre das Volk Israel direkt ins verheißene Land gekommen. Aber Gott wollte nicht, dass sie darauf gingen.

Die Straße an der Küste war damals als „Via Maris“ bekannt, was übersetzt „der Weg am Meer“ bedeutet. Es war der kürzeste und beste Weg; aber es war auch die Straße, an der die Ägypter Soldaten postiert hatten. Gott wusste, dass die Israeliten noch nicht bereit waren, sich diesen zu stellen, also führte Er sie einen anderen Weg.

Genauso wird Gott uns auch niemals etwas zumuten, dass wir nicht ertragen können; Er weiß, was wir schaffen können. In 1. Korinther 10, 13 steht: „Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu. Er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so dass ihr sie ertragen könnt.“ Gott weiß, was wir ertragen können und was unsere Kraft übersteigt.
Wenn Gott uns auf einen schwierigen Weg schickt, können wir uns darauf verlassen, dass er, wenn wir uns auf Seine Kraft verlassen, nicht zu schwer sein wird.

Die Israeliten hätten leicht denken können, dass die Via Maris der beste Weg wäre. Es war eine bessere Straße, der kürzeste Weg, und es war eine Handelsstraße, wo sie Essen und Wasser hätten kaufen können. Aber die Gefahren dieses einfachen Weges waren zu groß, auch wenn Israel sie nicht sehen konnte. Dasselbe gilt für unseren Weg mit Gott. Ein Weg, der uns richtig vorkommt, kann voller Gefahren sein. Denk mal an all die Gefahren, vor denen Gott dich bewahrt hat, auch wenn du die Gefahr gar nicht sehen konntest. Danke Ihm für Seine Güte; manchmal ist der längere und schwerere Weg wirklich der bessere.

Von David Guzik

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