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In dgdev

Als Aaron das sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist ein Fest für den HERRN! Da standen sie am Morgen früh auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Friedensopfer; und das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um sich zu belustigen. (2. Mose 32,5-6)

Auf dem Weg ins Verheißene Land passierte etwas Seltsames. Während Mose auf dem Berg Sinai war, hatte das Volk keine Lust mehr auf Mose und auf den HERRN zu warten. Also beschlossen sie, sich ihren eigenen Gott zu machen. Sie gaben Aaron, dem Hohepriester, ihr Gold und der machte daraus ein goldenes Kalb, damit das Volk etwas für ihren Götzendienst hatte.

Das war schon schlimm genug; aber es wurde noch schlimmer. Es wurde schlimmer, „als Aaron das sah“. Als er sah, wie das Volk auf das goldene Kalb reagierte, wusste er, dass er damit etwas sehr Gefragtes hatte. Es war qualitativ hochwertige Handarbeit und geschäftlicher Erfolg. Aaron machte daraufhin einen Altar und dankte der Statue für die Befreiung von Ägypten. Doch um es noch schlimmer zu machen, weihte Aaron das Götzenbild mit Tieropfern. Er machte das Kalb und dann den Altar um es anzubeten.

Als nächstes sagte Aaron: „Morgen ist ein Fest für den HERRN.“ Aaron wollte Gott, den HERRN, nicht ablehnen. Er entschied, für Gott ein Fest zu machen, vielleicht weil er glaubte, dass Gott nicht zornig auf sie sein würde. Aaron wagte es nicht zu sagen: „Lasst uns Gott, den HERRN, vergessen.“ Er aktualisierte die Dinge nur – modernisierte sie. Aaron meinte, dass er das goldene Kalb nur hinzugefügt hatte, und nicht Gott, den HERRN ersetzt hatte.

Sehen wir uns an, wie das Volk auf Aarons Angebot reagierte: „Da standen sie am Morgen früh auf.“ Die meisten Menschen stehen nicht gern früh auf, nur für Dinge, die ihnen wichtig sind. Israel war bereit seine Zeit, seinen Schlaf, sein Gold, seine Tiere und sogar ihre Seelen in ihrer Anbetung des falschen Gottes zu opfern. Doch die Anbetung dieses Götzen war nicht nur Opfer. Dafür gab es auch eine Belohnung – die Freuden der Unmoral. In 2. Mose steht, dass sie bei der Anbetung des goldenen Kalbs „aufstanden, um sich zu belustigen.“ Im Originaltext ist das eine taktvolle Beschreibung von Unsittlichkeiten unter dem Volk Israel. Goldene Kälber haben keine hohen Moralvorstellungen.

Vierzig Tage vorher hatten dieselben Menschen die Stimme Gottes vom Himmel gehört, als Er ihnen die Zehn Gebote gab. Diese dramatische Erfahrung hatte ihre Herzen nicht ändern können. Viele von ihnen wollten danach einen weniger fordernden Gott – einen Gott, den sie sich selbst machen konnten, einen Gott, dem sie opfern konnten was sie wollten, und einen Gott, den sie mit Unmoral ehren konnten.

Das Ganze reflektiert ein andauerndes geistliches Prinzip: ein Mensch wird immer seinem Gott opfern. Was oder wem wirst du opfern? Wirst du dem Erfolg opfern? Der Beliebtheit? Dem Glück? Der Beziehung? Was auch immer oder wem auch immer du das meiste opferst, das ist dein Gott. Wenn du nicht Gott, dem HERRN, opferst, dann ist Er nicht dein Gott. Wenn du behauptest Jesus anzubeten, sollte man das an den Opfern, die du bringst, erkennen.

Von David Guzik

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