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In dgdev

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte
und ein Licht auf meinem Weg.
(Psalm 119,105)

Der Gedanke ist leicht zu verstehen und sehr schön dargestellt: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte.“ Der Psalmist fühlte, dass das Wort Gottes seine Schritte auf seinem Lebensweg beleuchtete. Ohne die Führung von Gottes Wort hätte er nicht gewusst, wohin er gehen sollte.

Es ist möglich, den Weg unseres Lebens zu gehen, ohne zu wissen wohin es geht. Um die Analogie zu benutzen: wir wissen nicht, ob unser Fuß auf sicherem oder gefährlichen Untergrund aufkommen wird; wir sind uns dessen nicht bewusst. Gottes Wort ist eine Leuchte für unsere Füße.

Einfach gesagt: die Bibel soll uns helfen, den Weg zu gehen, den Gott für uns hat. Denk an all die unterschiedlichen Worte, die beschreiben, wie ein Mensch sich bewegt: spazieren, bummeln, schlendern, stapfen, trotten, trödeln, wandern, vagabundieren, trampeln, hindurchkämpfen, stampfen, marschieren, stiefeln, stolzieren, dahingleiten, strömen, patroullieren, herumirren, umherstreifen, schreiten, sich herumtreiben, wandeln, streunen, latschen, dahinschlendern, durchreisen. Diese vielen Worte zeigen, dass es viele unterschiedliche Arten gibt, sich fortzubewegen, und jedes davon drückt etwas anderes aus.

Also wie sollte sich ein Christ bewegen?

  • würdig (Epheser 4,1)
  • gerade (Jesaja 57,2)
  • im Licht (1. Johannes 1,7)
  • demütig (Micha 6,8)

Nichts davon ist ohne Gottes Wort, das unseren Weg erhellt, möglich.

Das Bild der Lampe sagt uns etwas. Eine Lampe muss angemacht werden, und zu der Zeit, in der der Psalm geschrieben wurde, wurden Lampen mit Öl befüllt – ein Bild für den Heiligen Geist. Wenn die Lehre des Heiligen Geistes nicht mit dem geschriebenen Wort zusammen kommt, gibt es nur wenig Licht – wenn überhaupt. Wenn das Wort mit dem Heiligen Geist getankt wird, dann brennt die Leuchte hell.

Dann schreibt er, dass das Wort Gottes auch „ein Licht auf seinem Weg“ ist. Das Wort Gottes zeigte ihm nicht nur, wo er seine Füße hinsetzte, sondern auch den Weg, auf dem er bleiben sollte. Es zeigte ihm die nächsten Schritte.

Wir brauchen die Bibel um zu wissen, was richtig und falsch ist. Sicherlich hat man ein Gewissen; aber unser Gewissen kann schwach, unwissend und beschädigt sein. Das Wort Gottes ist mehr als unser Gewissen, und es schult unser Gewissen.

Die offensichtliche Wahrheit ist: „Dein Wort ist eine Leuchte… und ein Licht.“ Diese Bilder sagen uns, dass Gottes Wort Licht ist und Licht bringt; es macht die Dinge nicht dunkler oder schwerer zu verstehen. Es ist ein helles Buch, kein dunkles Buch. Die Schrift ist für die, die offen dafür sind und sie im Gebet lesen, klar und verständlich.

Nicht alles ist aber gleich deutlich und leicht zu verstehen; und es ist hilfreich, die Weisheit von anderen in dem, was sie in der Schrift sehen, zu nutzen. Doch den Kern der Bibel kann man verstehen, und Christen tun das auch. Denk an die Gemeinsamkeiten von allen Christen, auch wenn es große Unterschiede bei den unterschiedlichen Denominationen gibt:

  • die Wirklichkeit eines dreieinigen Gottes
  • die Wirklichkeit der vollkommenen Göttlichkeit und vollkommenen Menschlichkeit von Jesus
  • die Wirklichkeit vom Tod Jesu für uns, um uns von Sünde und Tod zu retten
  • das Werk des Heiligen Geistes uns im Glauben zu leiten
  • die Gründung der Gemeinde, der Gemeinschaft der Gläubigen
  • die Wiederkehr von Jesus Christus#
  • die Auferstehung von den Toten

Alles in allem gibt es eine Menge Gemeinsamkeiten! Im Allgemeinen stimmen die Christen in ihrem Verständnis der Bibel überein.
Das heißt nicht, dass die Meinung von jemandem über die Bedeutung einer Bibelstelle genauso gut ist, wie die Meinung von allen anderen. Genau das Gegenteil ist der Fall: die Bibel ist deutlich genug um verstanden zu werden, und das heißt, dass einige sogenannte Verständige falsch liegen.

Danke Gott für die Leuchte für deine Füße und das Licht auf deinem Weg.

Von David Guzik

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