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In dgdev

„Darin ist die Liebe bei uns vollkommen geworden, dass wir Freimütigkeit haben am Tag des Gerichts, denn gleichwie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt.“ (1. Johannes 4,17)

Hast du jemals vor einem Richter gestanden? Es ist eine einschüchternde Erfahrung. Nur vor einem Verkehrsrichter oder einem kleinen Gericht erscheinen zu müssen, lässt mein Herz schneller schlagen und meine Stimme zittern. Aber es wird ein Tag kommen, an dem jeder vor einem sehr viel bedeutenderem Richter stehen muss. Wenn es schon schwer ist, vor einem menschlichen Richter in einem irdischen Gericht freimütig zu sein, wie könnte man hoffen, vor Gott am Tag des Gerichts freimütig sein zu können? So erstaunlich es auch klingt, Johannes sagt uns, „ dass wir Freimütigkeit haben am Tag des Gerichts“.

Gottes Liebe arbeitet in uns, und dies wird sich am Tag des Gerichts zeigen. Du magst vielleicht jetzt schon wissen, dass du eine Sünder bist, aber am Tag des Gerichts wirst du es ganz bestimmt wissen. Du magst jetzt schon wissen, dass du nicht besser bist als die, die in die Hölle gehen werden, aber am Tag des Gerichts wirst du es ganz bestimmt wissen. Du magst vielleicht jetzt schon wissen, wie groß die Erlösung durch Jesus ist, aber am Tag des Gerichts wirst du es ganz bestimmt wissen.

Das Werk von Gottes Liebe in uns ist so groß, „dass wir Freimütigkeit haben am Tag des Gerichts“. Vielleicht sind wir schon damit zufrieden, wenn wir den Tag des Gerichts bloß überstehen, aber Gott will unsere Leben so sehr mit Seiner Liebe und Seiner Wahrheit füllen, „dass wir Freimütigkeit haben am Tag des Gerichts“.

Die Bibel sagt uns, dass sich eines Tages die gesamte Menschheit vor Gottes Thron versammeln wird, und dem Gericht gegenübersteht. Dieser Tag wird kommen; er steht genauso fest in Gottes ewigem Kalender wir jeder andere Tag der Weltgeschichte. Wie kann man an diesem Tag Freimütigkeit haben? Wir können uns vorstellen, dass Jesus vor dem Thron Gottes freimütig ist, aber wir doch nicht. Aber, wenn „wir in Ihm bleiben und Er in uns“ (1. Johannes 4,13), dann ist unsere Identität an Jesus gebunden: „denn gleichwie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt.“ Denk darüber nach. Wie ist Jesus jetzt? Er ist verherrlicht, gerechtfertigt, für immer gerecht und freimütig, und Er sitzt zur Rechten des Vaters. Geistlich gesehen können auch wir diesen Stand jetzt haben, während wir in der Welt sind, denn wie Er ist, so sind auch wir in der Welt. Natürlich ist diese Herrlichkeit in uns nur als Same; er ist noch nicht das, was er einmal werden wird. Aber er ist da, und das zeigt sich in unsere Liebe füreinander und darin, dass wir mit Gottes Wahrheit übereinstimmen – und all das dient dazu, dass wir Freimütigkeit bekommen! Erscheint dir diese Freimütigkeit am Tag des Gerichts unmöglich? Gottes Liebe in deinem Leben kann dich dessen sicher machen.

Von David Guzik

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