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In dgdev

Angst und Drangsal haben mich getroffen;
aber deine Befehle sind meine Freude.
Deine Zeugnisse sind auf ewig gerecht;
gib mir Einsicht, so werde ich leben.
(Psalm 119,143-144)

Es gibt viel Elend in der Welt, und jeder kriegt etwas davon ab. Es gibt Dinge, die wir erleben und Dinge, die wir beobachten. Einige dieser Schwierigkeiten werden durch böse Menschen verursacht, andere sind Naturkatastrophen. Solche Sachen bringen uns manchmal zu Verzweiflung, und wir fragen uns, wo Gott in all dem ist.

In solchen Zeiten ist es gut, wenn man das, was der Psalmist hier schrieb, liest: „Angst und Drangsal haben mich getroffen; aber deine Befehle sind meine Freude.“ Trotz der Probleme in seinem Leben hatte der Psalmist immer noch Freude an Gottes Wort. Wie sehr er Gottes Wort schätzte sah man nicht nur in guten Zeiten, sondern auch in Angst und Drangsal.

Das ist eine der Qualitäten des christlichen Glaubens. Er ist auch in den dunkelsten Tagen war, selbst in Angst und Drangsal. Das Christentum wurde in eine Welt geboren, die das Böse, Tragödien und Leid, das weit über das hinausgeht, was wir kennen, kannte.

Als Jesus so um die 11 Jahre alt war, gab es eine Jüdische Revolte gegen die Römer in der Gegend von Galiläa. Die Rebellen nahmen eine Stadt ein, die ungefähr 6,5 km von Nazareth entfernt war. Als die Römer die Revolte niederschlugen, machte sie die Stadt dem Erdboden gleich, verkauften die überlebenden Frauen und Kinder in die Sklaverei und kreuzigten 2000 Männer an den Straßen rund um Nazareth. Von frühester Kindheit an sah Jesus den Horror und die Brutalität dieser Welt, und Er war dazu bestimmt nicht nur den Preis für Vergebung und die Erlösung von der Strafe zu bezahlen, sondern auch Männer und Frauen umzuwandeln, damit solche Dinge nicht mehr so so häufig vorkommen.

Der Psalmist wusste, was Jesus auch wusste: „Angst und Drangsal haben mich getroffen; aber deine Befehle sind meine Freude.“ Für sie waren Gottes Wahrheiten und Verheißungen nicht nur hilfreiche Tipps und theoretische Aussagen. Sie waren ein Grund zur Freude, selbst in den schwierigsten Zeiten.

Er schrieb weiter: „Deine Zeugnissen sind auf ewig gerecht; gib mir Einsicht, so werden ich leben.“ Man könnte meinen, dass alles, was der Psalmist brauchte, die Befreiung von seiner Angst und Not war. Doch er fand, dass das Verständnis von Gottes Wort noch wichtiger war.

Ein Grund dafür war, dass er verstanden hatte, dass die Gerechtigkeit von Gottes Wort ewig ist. Er kannte den ewigen Charakter von Gottes Wort, und das machte dieses Wort noch wichtiger für ihn.

Ich habe gelesen, dass es unter einigen Christen die Angewohnheit gab, die Buchstaben T und P in die Randbemerkungen der Bibel zu schreiben, neben bestimmte Verheißungen von Gott. Die Buchstaben standen für „Tried and Proven“, also „Geprüft und Bewährt“, denn diese Nachfolger Jesu hatten genau das, was der Psalmist herausgefunden hatte, auch entdeckt – dass wir die Verheißungen Gottes prüfen können, und dass diese sich dann als wahr erweisen.

Von David Guzik

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