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In dgdev

Wende dich zu mir und sei mir gnädig,
wie du denen zu tun pflegst, die deinen Namen lieben!
Mache deine Schritte fest durch dein Wort,
und lass nichts Böses über mich herrschen.
(Psalm 119,132-133)

Der Psalmist beginnt mit zwei Bitten: er bittet darum, dass Gott sich ihm zuwendet und dass Er ihm gnädig ist. Der Psalmist hatte Grund zu glauben, dass Gott ihm antworten würde, denn er wusste, dass es Gottes Gewohnheit war bei denen, die Sein Wort lieben.

Es ist schön zu glauben, dass Gott eine Gewohnheit hat, ein Muster Dinge an denen zu tun, die Seinen Namen lieben. Er wendet sich ihnen zu (Er schenkt ihnen Seine Aufmerksamkeit) und ist gnädig zu ihnen. Diese Verheißung ist die Grundlage für zuversichtliches und mutiges Beten in Notzeiten.

Doch Gottes Zuwendung wäre ein Fluch und kein Segen, wenn es nicht von Seiner Barmherzigkeit geprägt wäre. Wir können das Eine nicht ohne das Andere haben.

Das betrifft solche, die Seinen Namen lieben: Gottes Namen zu lieben bedeutet:

  • die Person Gott zu lieben
  • den Charakter Gottes zu lieben
  • die Offenbarung Gottes zu lieben
  • die Herrlichkeit Gottes zu lieben

Mit seiner zweiten Bitte erklärt er, was er mit der Gnade, die er von Gott empfangen hatte, tun will: „Mache meine Schritte fest durch dein Wort.“ Er wollte diese Gnade nehmen und sie nutzen, damit er recht vor Gott leben konnte. Ein Teil davon war, dass er nicht zuließ, dass irgendein Unrecht über ihn herrschte.

Heutzutage wollen viele ihre Schritte von etwas anderem leiten lassen, alles andere außer Gottes Wort.

  • „Lass meine Gefühle meine Schritte leiten.“
  • „Lass meine Lust meine Schritte leiten.“
  • „Lass meine Freunde meine Schritte leiten.“
  • „Lass meine Eltern meine Schritte leiten.“
  • „Lass die Umstände meine Schritte leiten.“
  • „Lass das Schicksal meine Schritte leiten.“
  • „Lass meine Bequemlichkeit meine Schritte leiten.“

Ist es nicht viel besser zu sagen: „Lass dein Wort meine Schritte leiten“? „Mache meine Schritte fest durch dein Wort.“
Wir können zuversichtlich im Leben weitergehen, weil Gottes Wort uns die Richtung zeigt.

Von David Guzik

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