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In dgdev

Du tust Gutes an deinem Knecht,
o HERR, nach deinem Wort.
Lehre mich rechte Einsicht und Erkenntnis;
denn ich habe deinen Geboten geglaubt.
(Psalm 119,65-66)

Es ist toll, wenn man weiß, glaubt und sagen kann: „Du tust Gutes an deinem Knecht , o HERR, nach deinem Wort.“ Darin zeigt sich Dankbarkeit. Der Psalmist war dankbar für das, was Gott an ihm getan hatte, und dass dies auch „nach deinem Wort“ geschehen war.

Wir denken nicht genug darüber nach, aber es ist wahr, dass jeder Gläubige zu Gott sagen kann: „Du tust Gutes an deinem Knecht, o HERR.“ Denk an all das, was Gott an uns getan hat. Er liebt uns, Er erwählt uns, Er beruft uns und Er zieht uns zu sich. Er hat uns gerettet, Er hat uns für gerecht erklärt, Er hat uns vergeben, Er hat uns Seinen Geist gegeben und Er hat uns adoptiert. Er macht uns zu Königen und Priestern und zu Seinen Mitarbeitern, und Er belohnt unsere Arbeit für Ihn.

An all das dachte der Psalmist, als er „nach deinem Wort“ schrieb. Das impliziert, dass er nicht nur die Verheißungen Gottes kannte und darum betete (so wie in Psalm 119,49), sondern sie auch im Glauben empfing und erlebte.

Erinnern wir uns daran, wie Maria zu dem Engel Gabriel – der ihr gerade die Verheißung gegeben hatte, dass sie den Messias gebären sollte – sagte: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort.“ (Lukas 1,38)

Das sollte die Lebenserfahrung eines jeden Kind Gottes sein. Sie wissen, dass Gott Gutes an ihnen getan hat und dass es nach Seinem Wort war.

Von der Dankbarkeit für die Vergangenheit geht es nun weiter zu einem Gebet für die Zukunft. „Lehre mich rechte Einsicht und Erkenntnis.“ Das ist das Gebet der Weisheit von einem gesegneten Leben. Der Psalmist hatte Gutes von Gott erfahren, und er verstand die Notwendigkeit in Einsicht und Erkenntnis zu leben. Er wurde gesegnet, weil er ein weises und gehorsames Leben zur Ehre Gottes führte.

Wir vergessen allzu schnell, wie wichtig es ist, die rechte Erkenntnis und Einsicht zu lernen und sind viel zu schnell bereit, auf unser eigenes Herz und Gewissen zu vertrauen. So wie jeder andere Aspekt unseres Seins, wurde auch unser Gewissen durch den Sündenfall beschädigt – also unser Gewissen liegt nicht immer richtig. Darum müssen wir unsere Einsicht und Erkenntnis immer aus Gottes Wort nehmen.

Der Grund dafür steht am Ende von Vers 66: „Denn ich habe deinen Geboten geglaubt.“ Er wollte, dass Gott ihn lehrte, denn er glaubte wirklich an die Gebote uns Worte Gottes. Wenn wir wirklich Seinem Wort glauben, dann wollen wir, dass Er uns lehrt wie man weise und gehorsam lebt.

Von David Guzik

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