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In dgdev

Mit meinen Lippen verkündige ich
alle Bestimmungen deines Mundes.
Ich freue mich an dem Weg, den deine Zeugnisse weisen,
wie über lauter Reichtümer.
Ich will über deine Befehle nachsinnen
und auf deine Pfade achten.
Ich habe meine Lust an deinen Satzungen;
dein Wort vergesse ich nicht.
(Psalm 119,13-16)

Psalm 119 gleicht einem Liebeslied – einem Liebeslied für Gott und Sein geschriebenes Wort, in dem Er sich uns am deutlichsten offenbart.

In diesem Abschnitt sagt der Psalmist: „Mit meinem Lippen verkündige ich alle Bestimmungen deines Mundes.“ Er verstand, dass es wichtig ist, das Wort Gottes nicht nur still zu lesen und zu hören, sondern es auch auszusprechen. Gottes Wort mit den Lippen zu verkündigen (alle Bestimmungen deines Mundes), war ein Teil seiner Beziehung zu Gott und seiner Liebe zu Ihm.

Man kann sagen, dass es nicht genug – niemals genug – von solchen Leuten unter Gottes Kindern gibt. Gottes Kinder sollten Seine Wort nicht nur im Kopf und im Herz haben, sondern auch auf ihren Lippen. Das Aussprechen ist machtvoll und darf nicht vernachlässigt werden. Wenn wir über Gottes Wort reden, verherrlichen wir Ihn, wir stärken andere im Glauben und wir kommen selber voran.

Der Psalmist war so ergriffen von Gottes Wort, dass er schrieb: „Ich freue mich an dem Weg, den deine Zeugnisse weisen.“ Er kannte den echten Wert von Gottes Wort; es gab ihm so viel Freude wie es viele Reichtümer getan hätten.

Man sollte jeden Christen fragen: „Für welche Summe würdest du niemals mehr Gottes Wort hören oder lesen?“ Wahrscheinlich würden, so wie Esau, viele ihr Geburtsrecht gegen eine Schüssel voll Eintopf eintauschen.

Diese Wertschätzung der Bibel ließen ihn seinen Lebensweg öffentlich kundtun: „Ich will…nachsinnen und achten…Ich habe meine Lust an deinen Satzungen, dein Wort vergesse ich nicht.“ Die Größe von Gottes Wort führten den Psalmisten zu einer großen Entschlossenheit im Leben. Sein Leben sollte gefüllt sein mit Gottes Wort, in seinen Gedanken (nachsinnen, achten), in seinem Herzen (freuen), und in seinen Gewohnheiten (nicht vergessen).

Alles im Leben für Gottes Wort zu geben – in Gedanken, im Herzen und in den Gewohnheiten – ist eine gute Beschreibung für das, was der Psalmist meinte, als er in Psalm 119,9 davon sprach, das Wort zu bewahren. So wird ein junger Mensch seinen Weg unsträflich gehen und die Fülle eines Lebens erfahren, das Gott Ehre gibt.

In all diesem liegt eine große Freude. „Ich habe meine Lust an deinen Satzungen.“ Adam Clarke zufolge ist die Übersetzung aus dem hebräischen: „Ich werden herumhüpfen und vor Freude springen.“

Man kann die Herausforderung von dem Psalmisten fast hören: „Du lebst dein kompromittierendes, unreines Leben und du denkst, dass du Freude und Zufriedenheit kennst; ich gehe meinen Weg unsträflich und gebe alles im Leben für Gott und Sein Wort, und dann sehen wir, wer mehr gesegnet wird, glücklicher ist und ein erfüllteres Leben hat.“

Von David Guzik

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