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In dgdev

„Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“ (1. Johannes 3,2)

In diesem Abschnitt macht die Bibel eine bemerkenswerte Verheißung: eines Tages werden wir nicht nur so sein wie Er, sondern wir werden „ihn sehen, wie er ist,“ Vielleicht ist das die größte Herrlichkeit im Himmel: nicht dass wir persönlich verherrlicht werden, sondern in der, durch nicht gehinderten und gestörten, Gegenwart unseres Herrn zu sein.

Der Apostel Paulus sagte über unser jetziges Leben: „Denn jetzt sehen wir mittels eines Spiegels wie im Rätsel, dann aber von Angesicht zu Angesicht; jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“ (1. Korinther 13,12) Wenn wir heute in einen guten Spiegel schauen, sehen wir ein klares Bild. Aber in der Antike wurden Spiegel aus poliertem Metall hergestellt und das Spiegelbild war immer undeutlich und irgendwie verzerrt. Jetzt sehen wir Jesus nicht klar und deutlich; aber eines Tages werden wir vollkommen klar sehen können.

Der Himmel ist für uns aus vielen Gründen wertvoll. Wir sehnen uns danach, Menschen, die wir lieben und die vor uns gestorben sind und die wir so sehr vermissen, wiederzusehen. Wir sehnen uns danach, große Männer und Frauen Gottes zu treffen, die Jahrhunderte vor uns lebten. Wir wollen auf den goldenen Straßen laufen, die mit Edelsteinen geschmückten Tore sehen und die Engel, die um den Thron Gottes stehen und Ihn Tag und Nacht anbeten. Doch keins dieser Dinge, so wertvoll sie auch sein mögen, machen den Himmel zum Himmel. Was den Himmel wirklich zum Himmel macht, ist die ungehinderte und ungestörte Gegenwart unseres Herrn und dass wir Ihn „sehen, wie er ist.“ Das wird die großartigste Erfahrung deiner ewigen Existenz sein.

Im Himmel wird Jesus immer noch die Narben von Seinem Leiden auf der Erde tragen. Nachdem Jesus in Seinem verherrlichten Leib von den Toten auferstanden war, hatte Er an Seinem Körper immer noch die Abdrücke der Nagel in Seinen Händen und die Narbe in Seiner Seite (Johannes 20,24-29). In Sacharja 12,10 spricht Jesus prophetisch über den Tag, an dem das jüdische Volk sich Ihm zuwenden wird und Ihn in Herrlichkeit sehen wird: „Und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen Sohn, und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen.“ Sacharja 13,6 führt diesen Gedanken fort: „Und er wird zu ihm sagen: „Was sind das für Wunden an deinen Händen?“ – Und er wird antworten: „Die hat man mir geschlagen im Haus meiner Lieben.“

Wenn Johannes schreibt, dass wir „ihn sehen, wie er ist“, verbindet er das mit unserer Gleichgestaltung zu Jesus. Kann man nicht auch sagen, dass dasselbe Prinzip auch jetzt gilt? In dem Maß wie du Jesus siehst „wie er ist“ wirst du auch wie Er. Wie klar kannst du Jesus sehen? Das wird sich zeigen.

Von David Guzik

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