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In dgdev

Und sie sollen eine Lade aus Akazienholz anfertigen, zweieinhalb Ellen soll ihre Läne sein, anderthalb Ellen ihre Breite und anderthalb Ellen ihre Höhe. Die sollst du mit reinem Gold überziehen, inwendig und auswendig sollst du sie überziehen; und mache ringsum einen goldenen Kranz daran. (2. Mose 25,10-11)

Es war nur eine hölzerne Kiste, weniger als 1,5 Meter lang und einen Meter breit. Sie war mit Gold überzogen und hatte einen besonderen goldenen Deckel mit einer kunstvollen Engelskulptur. Es gab keine Griffe daran und sie sollte niemals von Hand getragen werden. Dafür wurden goldüberzogene Holzpfähle in goldene Ringe an jeder Ecke der Lade gesteckt. Diese Holzpfähle sollten in diesen Ringen verbleiben und nur diese durften berührt werden, nicht die Bundeslade.

In 2. Samuel 6,6-7 fasste Ussa die Bundeslade an damit sie nicht vom Wagen fiel, doch er berührte sie nicht an den Pfählen und Gott ließ ihn sterben. Ussa dachte, dass Gott es zuließ, dass die Lade beschädigt würde, und das war falsch. Und sie fiel tatsächlich nicht herunter, auch wenn Ussa nichts dazu tat. Ussa lag auch falsch damit zu glauben, dass der Boden unreiner war als sein Ungehorsam.

Wenn die Bundeslade eigentlich eine Kiste war, was war darin? In 2. Mose 25 befahl Gott Mose „ das Zeugnis“ – eine Kopie des Gesetzes- in die Bundeslade zu legen. Später sollte Israel andere Dinge hineintun, so wie „der goldene Krug mit dem Manna, der Stab Aarons, der gesprosst hatte und die Tafeln des Bundes.“ (Hebräer 9,4)

Die Kiste an sich war wichtig. Doch der Deckel der Kiste „Sühnedeckel“ genannt, war aus reinem Gold und von Cherubim umgeben. Es war als ob Gott selbst zwischen den Cherubim weilte und sich dort mit Seinem Volk traf. Der Sühnedeckel war auch der Ort, auf den das Blut der Opfer gesprenkelt wurde (3. Mose 16,14-15). So als ob Gott von Seinem Ort zwischen den Cherubim herabschaute, die Tafeln des Bundes in der Bundeslade sah – und wusste, dass Sein Volk schuldig war, dieses Gesetz gebrochen zu haben. Doch das Blut der Opfer bedeckte das Brechen Seines Gesetzes – und Vergebung konnte geschehen.

In Römer 3,25 nennt der Apostel Paulus Jesus unsere „Versöhnung“. Dieses Wort wurde auch für den „Sühnedeckel“ gebraucht. So wie Paulus das schreibt, kann man sagen: „Jesus ist unser Sühnedeckel“ – Er ist der Ort und der Weg unserer Erlösung. Alles an diesem Heiligtum deutet auf Jesus und Sein Werk für uns. Darum denke daran, dass du nicht selbst für einen Ort und Weg zur Erlösung sorgen kannst – Jesus ist der Ort und der Weg, und Gott lädt dich ein zu Ihm zu kommen.

Von David Guzik

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