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In dgdev

„Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne! Genau so, wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen.“ (2. Mose 25,8-9)

Das Volk Israel hatte eine bemerkenswerte Reise aus der Sklaverei in Ägypten hinter sich und war auf dem Weg in das verheißene Land Kanaan. Doch Gott hatt nie die Absicht sie auf direktem Weg dorthin zu führen. Auf ihrem Weg sollten sie ein Jahr lang am Berg Sinai bleiben. In dieser Zeit gab Er ihnen das Gesetz und machte einen Bund mit ihnen. In diesem Jahr befahl Gott Mose auf den Berg Sinai zu steigen und dort erhielt Mose die Vorgaben für ein besonderes Gebäude.

Eigentlich war es ein Zelt, und in 2. Mose 25,8 nannte Gott es „Heiligtum“. Es sollte ein besonderer Ort werden, an dem Israel Gott durch das Werk ihrer Priester begegnen konnte. Gott überließ die Pläne aber nicht Mose oder den Architekten. Er machte ihnen Vorgaben für das Heiligtum und für alle Gegenstände darin.

Gott hatte eine bestimmte Absicht mit dem Design der Stiftshütte. Die Vorgaben entsprachen einer himmlischen Realität. Hebräer 8,5 sagt, dass es „ein Abbild und ein Schatten des Himmlischen“ war. Darum musste es genaue Maße einhalten, als ein Modell von Gottes Thron. Gott wollte, dass die Stiftshütte eine himmlische Realität repräsentierte.

In den kommenden Wochen werden wir uns die verschiedenen Aspekte von diesem Begegnungszelt anschauen. Zuerst sehen wir, dass Gott wollte, dass es errichtet wird. Gott rief Mose auf den Berg hinauf und offenbarte ihm als Führer die Pläne. Gott machte Mose ganz klar, dass er dafür zu sorgen hatte, dass die Stiftshütte gebaut wird. „Genauso, wie ich es dir zeigen werde.“ Das wird in 2. Mose 26,30; 25,9 und 25,40 zu Betonung nochmal wiederholt. Dieser Ausdruck deutet an, dass Mose ein Vision davon hatte, wie die Stiftshütte aussehen sollte – eine Vision, die er an die Handwerker weitergeben musste.

Auch heute wirkt Gott so in leitenden Personen. Er gibt ihnen eine Vision von etwas und Er erwartet, dass sie diese Vision anderen mitteilen, die mit ihnen zusammen arbeiten. Das heißt, dass beide Seiten Verantwortung tragen. Mose hatte die Verantwortung anderen von dem zu erzählen, was Gott ihm gezeigt hatte, ansonsten würde das Werk nie vollendet. Die Handwerker hatten die Verantwortung Mose zuzuhören und mit ihm zusammen zu arbeiten um Gottes Plan durchzuführen.

Hat Gott dir eine Position der Leitung zugeteilt? Dann hör auf Seine Weisung und gib sie weiter. Hat Gott dich unter einen Leiter gestellt? Dann tu, was du kannst, um ihnen zu helfen, das durchzuführen, was der HERR ihnen aufgetragen hat. So muss das Werk Gottes getan werden.

Von David Guzik

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