Von
In dgdev

Ich habe geschworen und ich will es halten,
dass ich die Bestimmungen deiner Gerechtigkeit bewahren will.
Ich bin tief gebeugt;
HERR, belebe mich nach deinem Wort!
HERR, lass dir doch wohlgefallen
die freiwilligen Opfer meines Mundes,
und lehre mich deine Rechtsbestimmungen.
(Psalm 119,106-108)

In diesem Abschnitt von Psalm 119 redet der Psalmist von seiner Entschlossenheit, Gottes Wort zu gehorchen. Er sagt: „Ich habe geschworen und will es halten, dass ich die Bestimmungen deiner Gerechtigkeit bewahren will.“ Es war eine zweifache Entscheidung: ein Schwur, den er auch halten wollte.

In seinem Kommentar zu Psalm 119 erzählt Bridges von einem Mann namens Pearce, der ein Buch gelesen hatte mit dem Titel: „Aufstieg und Fortschritt von Religion“ und danach entschied, ein entschiedeneres und gehorsameres Leben zu führen. Er machte einen Bund mit Gott und hielt ihn schriftlich auf sehr ernsthafte Art fest; er unterzeichnete ihn sogar mit seinem Blut.

Es dauerte nicht lange bis er seine Verpflichtungen nicht einhielt; zuerst nur in kleinen Dingen und dann immer mehr. Darunter litt er sehr, er verzweifelte fast. Dann fiel ihm auf, dass die Abmachung, die er mit Gott gemacht hatte, eigentlich gesetzlich war, besonders weil er sich auf die Kraft seiner eigenen Versprechungen und seine Entschlossenheit verlassen hatte.

Also nahm er das Schriftstück mit auf das Dach seines Hauses, zerriss es in kleine Stücke und warf sie in den Wind. Doch er fühlte sich nicht von dem Versprechen befreit; jetzt war ihm nur bewusst, dass er sich nicht auf sich selbst und seinen Schwur verlassen sollte, sondern nur auf das Blut Jesu Christi und die Kraft des Heiligen Geistes. Das führte zu viel besseren Ergebnissen; und wenn er wieder versagte, war er ganz nah an der Quelle für Trost und Erneuerung.

Das Geheimnis war ein neues Leben, also betete er: „Ich bin tief gebeugt; HERR, belebe mich nach deinem Wort.“ Seine Entschlossenheit zum Gehorsam entstand durch eine Zeit der Not, nicht durch Trost und Leichtigkeit. Trotz vieler Probleme und Leid, schaute er in Gottes Wort um Erholung zu bekommen und zwar nach Seinem Wort.

Der Abschnitt schließt mit einem wundervollen Gebet: „Lehre mich deine Rechtsbestimmungen.“ Es ist sehr leicht für uns, uns auf unser eigenes Ermessen zu verlassen, einfach „unserem Herzen zu folgen.“ Diese Art von Gebet zeigt, wie demütig der Psalmist war, aber es erinnert uns auch daran, dass wir die Rechtsbestimmungen Gottes gelehrt bekommen müssen und diese mehr schätzen müssen als unsere eigenen. Wir müssen Gott bitten uns Seine Rechtsbestimmungen zu lehren bis wir Seinen Weg erkennen, darin mit Ihm übereinstimmen und danach handeln.

Von David Guzik

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