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In dgdev

Und der Pharao gab an demselben Tag den Treibern des Volkes und den Aufsehern den Befehl und sprach: Ihr sollt dem Volk kein Stroh mehr geben zum Ziegelstreichen wie gestern und vorgestern. Lasst sie selbst hingehen und sich Stroh zusammensuchen! Ihr sollt ihnen aber dennoch die bestimmte Zahl Ziegel auferlegen, die sie gestern und vorgestern gemacht haben, und davon nichts nachlassen, denn sie sind faul. Darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hingehen und unserem Gott Opfer darbringen! Schwer soll die Arbeit auf den Leuten lasten, so dass sie damit zu schaffen haben und nicht auf trügerische Worte achten. (2. Mose 5,6-9)

Die Israeliten waren 400 Jahre lang Sklaven in Ägypten. Nach 400 Jahren gewöhnt sich ein Volk an eine solche Situation. Dann, zu Gottes festgelegter Zeit, erschien ein Mann namens Mose. Er war einst sogar der Prinz von Ägypten, vielleicht sogar der Thronerbe. Aber das war 40 Jahre zuvor, als Mose aus Ägypten fliehen musste, weil er einen Mann getötet hatte. Nun kommt er zurück mit einer Botschaft für die Millionen israelitischen Sklaven von Ägypten: „Gott schickt mich, um euch zu befreien. Ich werde euch von der Sklaverei erlösen und euch aus Israel in euer eigenes Land führen, und ihr werdet niemals mehr Sklaven sein.“

Die meisten Israeliten waren wahrscheinlich froh, das zu hören. Aber es wurden nicht sofort besser für sie; stattdessen wurde es erst einmal schlimmer.

Mose sprach im Namen Gottes und sagte dem Pharao, dass er Gottes Volk freilassen sollte. Zuerst bat er ihn um drei freie Tage, damit sie in die Wüste gehen konnten um Gott dort anzubeten. Aber der Pharao lehnte dies nicht nur ab, sondern er hielt allein die Bitte schon für Zeitverschwendung.

Also bestrafte der Pharao Israel, nur weil Mose ihn gefragt hatte. Er sagte bestimmt: „Nun, Mose, ihr Israeliten habt anscheinend genug Zeit um verrückte Fragen zu stellen – dann habt ihr auch genug Zeit um mehr zu arbeiten.“ Also befahl er, dass die Israeliten ihr eigenes Stroh sammeln mussten um Ziegelsteine herzustellen. Zu jener Zeit war Stroh sehr wichtig für die Herstellung von Ziegelsteinen, weil der Säuregehalt des Strohs die Steine stabiler machte.

Nach Moses erstem Versuch Israel zu befreien, ging es den Kindern Israels schlechter als vorher. An diesem Punkt hatte die Führung von Mose gar nichts besser gemacht. Das war für ein Volk, dem Großes versprochen worden war, sehr enttäuschend.

Sei nicht überrascht, wenn du dich Gott zuwendest und auf Seinen Befreier (Jesus) schaust, dass sofort alles schlimmer wird. Wenn Gott anfängt zu wirken, ist die große Gefahr, dass man aufgibt, weil man enttäuscht ist. Lass das nicht passieren. Gott wollte etwas Größeres tun, als nur das Volk von Ägypten nach Kanaan führen. Er wollte ein Volk mit den Herzen und der Einstellung von Sklaven in Sein heiliges und erwähltes Volk verwandeln.

Bei Gottes Werk, unser Leben zu verändern, wird es manchmal erst schlimmer bevor es besser wird. Gib nicht auf.

Von David Guzik

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