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In dgdev

Unterstütze mich nach deiner Verheißung, damit ich lebe und nicht zuschanden werde mit meiner Hoffnung!
Stärke du mich, so ist mir geholfen, und ich werde deine Satzungen stets beachten.
(Psalm 119,116-117)

Ein Aspekt der Schönheit von Psalm 119 ist, wie der Psalmist wieder und wieder auf die Vorzüge von Gottes Wort zu sprechen kommt. Hier, in diesen zwei Versen, erzählt der Psalmist davon, wie Gottes Wort ihn im Alltag unterstützt.

Er drückt es so aus: „Unterstütze mich nach deiner Verheißung, damit ich lebe.“ Der Psalmist wusste, dass er vor seinen Feinden nicht ohne Gott, der ihn hält, bestehen konnte. Ohne die andauernde Unterstützung von Gott, konnte er nicht leben – weder körperlich noch geistlich.

Wenn er schreibt: „Unterstütze mich“, meint er damit, dass diese Unterstützung nach Gottes Wort geschehen würde. Sie würde mit Gottes Wort übereinstimmen und auch seine Quelle darin haben. Durch Gottes Wort kamen Verheißungen, Hoffnung, Führung, Weisung und geistliche Kraft. Ohne all das konnte er nicht bestehen.

Mit diesen Dingen ausgestattet, konnte er zuversichtlich beten: „Lass mich nicht zuschanden werden mit meiner Hoffnung.“ Der Psalmist konnte das beten, weil er seine Hoffnung auf das Richtige gesetzt hatte. Nämlich auf Gott und Sein Wort (Psalm 119,43+49+74+81+114). Wenn unsere Hoffnung darauf liegt, können wir Gott bitten uns zu beschützen und zu verteidigen.

Dieser kurze Abschnitt beinhaltet eine weitere Bitte: „Stärke mich, so ist mir geholfen, und ich werde deine Satzungen stets beachten.“ Wieder bittet er um Unterstützung durch die Kraft, die von Gott und insbesondere durch Sein Wort kommt. Dieser Unterstützung und Sicherheit würde der Psalmist nutzen um Gott weiterhin gehorsam zu sein.

Diese anhaltende Abhängigkeit von Gott – das konstante Gebet: „Stärke du mich, so ist mir geholfen.“ – hilft einem in der Tat. Wenn du dir Gedanken darüber machst, wie es weitergehen sollst, dann bitte Gott ganz bewusst darum, dich zu stärken, und vertrauen darauf, dass Er das tut.

In seinem Kommentar über die Psalmen schrieb James Boice über den Mönchsorden der Benediktiner im Mittelalter. Bei diesen Mönchen war es so, dass einer, der zu ihrem Orden gehören wollte, eine Zeit der Vorbereitung einhalten musste. Wenn er am Ende der Vorbereitungszeit immer noch ein Mönch sein und sich dem Orden für den Rest seines Lebens verschreiben wollte, gab es eine spezielle Zeremonie.

In dieser Zeremonie, bei der ein Mann in den Orden aufgenommen wurde, verlangten die Benediktiner, dass der Mann seine Arme ausstreckte und Psalm 119,116 dreimal wiederholte:

Unterstütze mich nach deiner Verheißung, damit ich lebe und nicht zuschanden werde mit meiner Hoffnung.

Wenn er das sagte, wiederholten es die anderen Mönche und sangen das Gloria Patri (Ehre dem Vater). Es war ihr Weg anzuerkennen, dass der Schwur eines Mönches nur erfüllt werden konnte, wenn Gott den Mönch stärkte, und dass alle Ehre Gott gebührt.

Lass Ihn dich heute stärken.

Von David Guzik

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