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In dgdev

Sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. (Psalm 1,2)

Psalm 1 ist zeigt einen schönen Kontrast zwischen dem gerechten und dem gottlosen Weg. Er fängt damit an uns zu sagen, was ein gerechter Mensch nicht tut. Er sitzt nicht im Rat der Gottlosen, er geht nicht den Weg der Sünder und sitzt nicht dort, wo die Spötter sitzen (Psalm 1,1).

In Vers 2 sagt uns der Psalmist dann, was ein gerechter Mann tut.

Als erstes „er hat seine Lust am Gesetz des HERRN“. In den Psalmen wird der Ausdruck „Gesetz des HERRN“ gebraucht um das ganze Wort Gottes zu beschreiben, nicht nur das „Gesetz“ der ersten fünf Bücher der Bibel. Der Gerechte erfreut sich am Wort Gottes.

Da stellt sich die Frage: Was macht dich glücklich? Was erfreut dich? Daran kannst du erkennen, was dir wichtig ist. Wenn persönliche Freuden das einzige ist, was dich glücklich macht, dann bedeutet das, dass du eine egoistische, selbstbezogene Person bist. Wenn es dich glücklich macht, mit deiner Familie oder deinen Freunden zusammen zu sein, ist das schon besser, aber immer noch nicht vollständig. Der Gerechte liebt die guten Dinge, mit denen uns Gott in dieser Welt segnet, aber er hat auch „seine Lust am Gesetz des HERRN“.

Martin Luther erfreute sich an der Bibel. Er hat sogar gesagt, dass er selbst im Paradies nicht ohne Gottes Wort leben könnte, aber mit Gottes Wort könne er in der Hölle leben.

Wenn eine Person an etwas Freude hat, dann muss man ihn nicht bitten das zu tun oder zu mögen. Niemand muss mich darum bitten Eiskrem zu essen; das kann ich ganz alleine. Genauso kannst du deine Freude an Gottes Wort daran messen, wie groß dein Hunger danach ist.

Diese Freude zeigt sich auch auf eine zweite Art: „über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht“. Der Gerechte denkt über Gottes Wort nach. Er hört es nicht nur und vergisst es dann. Christen sollten über Gottes Wort nachdenken.

In der östlichen Meditation ist das Leeren des Verstandes das Ziel. Das ist gefährlich, weil ein leerer Verstand eine offene Einladung für einen dämonischen Geist sein kann. Aber in christlicher Meditation ist das Ziel, den Verstand mit Gottes Wort zu füllen. Das kann durch Nachdenken über jedes Wort und jeden Ausdruck getan werden, oder indem man es auf sich anwendet und darüber betet.

Viele Menschen leben ein nur wenig geistliches Leben, weil sie das, was Gott in der Bibel sagt, nur lesen und nicht darüber nachdenken. Charles Spurgeon, der große Prediger des Viktorianischen Englands, drückte es so aus: „Nicht nur das Lesen tut uns gut; sondern die Seele damit zu füttern und es zu verdauen.“

Und schließlich sehen wir, dass der Gerechte Gottes Wort nur zweimal am Tag im Kopf hat: „Tag und Nacht.“ Das deckt wohl alles ab!

Der nächste Vers – Psalm 1,3 – erzählt uns von dem wunderbaren Segen, den Gott für die hat, die Ihm auf diese Art in Seinem Wort begegnen. Wir wollen diese Art von Segen in unseren Leben; wir brauchen das. Entdecke diese Freude in Gottes Wort, der Bibel; und indem du deinen Verstand mit der Wahrheit der Bibel füllst und darauf herumkaust. Solche Leute werden gesegnet.

Von David Guzik

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