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In dgdev

Die Frechen haben mich arg verspottet;
dennoch bin ich von deinem Gesetz nicht abgewichen.
Wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke, o HERR,
so werde ich getröstet.
(Psalm 119, 51-52)

Manchmal werden die, die sich entschieden haben Gott zu folgen, die Sein Wort lieben, und es lieben Ihm in Seinem Wort zu begegnen, von den Hohen und Mächtigen dieser Welt verspottet. Der Dichter des großartigen Psalmes 119 hatte das persönlich erlebt. Er schrieb darüber: „Die Frechen haben mich arg verspottet.“ Er wurde also wegen seiner Liebe und seinem Vertrauen zu Gottes Wort ausgelacht und kritisiert. Diese stolzen Spötter sahen ihn und seine Hingabe an Gottes Wort und verhöhnten ihn.

Und so war das schon immer; die, die Gottes Wort lieben und ihm vertrauen – besonders mit dieser Tiefe und Leidenschaft wie hier in diesem mächtigen Psalm – sind die, die von den Stolzen, die nichts mit Gott und Seinem Wort zu tun haben wollen, verspottet werden.

Doch nichts davon erschütterte die Zuversicht des Psalmisten. Stattdessen finden wir fast eine Spur Trotz, wenn er schreibt: „Dennoch bin ich von deinem Gesetz nicht abgewichen.“ Egal wie sehr er verhöhnt würde, er würde treu an Gott und Seinem Wort festhalten.

Immer wenn Gläubige meinen, sie hielten diese Verhöhnung nicht länger aus, und sie dann ihre Sicht über Gottes Wort und seinen unfehlbaren Charakter herunterschrauben, dann passiert großer Schaden. In der Hoffnung die Stolzen zu beschwichtigen oder zu beeindrucken, bringen sie sich oder andere dazu Gottes Wort weniger zu vertrauen und zu lieben. Solche sollten in diesem Abschnitt Kraft und Trost finden und sie sollten sagen: „Doch ich weiche nicht von deinen Ordnungen.“

Reicht es nicht, dass Gott uns annimmt? Reicht es nicht, dass Er uns in Seine Familie adoptiert hat und uns versiegelt hat für Sein Reich? Müssen wir dem Lob jedes stolzen Menschen, der den Glauben kritisiert und verhöhnt, hinterherlaufen? Was Gott uns in Jesus gibt mach den Stachel der Verhöhnung durch die Frechen mehr als wett.

Als er aufgefordert wird weniger Vertrauen in Gottes Wort zu haben, antwortet der Psalmist sehr weise, indem er noch mehr auf Gottes Wort vertraut. Er sagt: „Wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke, o HERR, so werde ich getröstet.“ Die Erinnerung an diese Dinge tröstete ihn.

Es lag ein besonderer Trost in der Erinnerung „an deine ewigen Ordnungen, o HERR.“ Wir werden getröstet und gestärkt, wenn wir uns daran erinnern, wie Gott mit Menschen und Umständen in der Vergangenheit umging. Wir denken an Sein gerechtes Gericht bei der Sintflut, in Babel, am Roten Meer, gegen alle Seine Feinde. Wir werden daran erinnert, dass wenn wir auf Seiner Seite sind, wir auf der Gewinnerseite sind. Das ist ein großer Trost.

Der Stolze, der den einfachen Gläubigen verspottet, genießt vielleicht Zuspruch und Ehre von einigen aus seiner Welt; aber sie werden diesen Trost, von dem der Psalmist hier schreibt, niemals kennenlernen. Du kannst ihn erleben – halte fest an Gott, an Seinem Wort, und an die Erinnerung an Seine große Treue.

Von David Guzik

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