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In dgdev

„Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst – genauso soll auch das Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe!“ (Jesaja 55,10-11)

Heute hat es in Südkalifornien geregnet. Ein Lied aus den frühen 70ern hieß: „Es regnet nie in Südkalifornien,“ Aber natürlich stimmt das nicht – die regnerischen Tage sind selten und meistens ist es sonnig. Also wenn es dann einmal regnet, dann bemerkt man das auch. Und wenn man über diesen Abschnitt in Jesaja 55 nachdenkt, ist jeder Regentropfen eine Erinnerung an diese wundervolle Verheißung Gottes.

Die Verheißung fängt so an: „Gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt.“ Der HERR benutzt hier das Bild des Wasserkreislaufs um das Prinzip, dass Sein Wort „nicht leer zurückkehren wird, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt“ zu erklären. Regen und Schnee fallen vom Himmel und kehren nicht zurück, bevor sie nicht ihren Zweck auf der Erde erfüllt haben (sie „tränken die Erde, befruchten sie und bringen sie zum Grünen“) Der Regen und der Schnee kehren dann schließlich zum Himmel zurück, aber nicht ehe sie auch das getan haben. Genauso wird auch Gottes Wort, wenn Er es vom Himmel schickt, nicht leer zu Ihm zurückkehren. Sondern es erfüllt immer seinen Zweck auf der Erde.

Das bedeutet, dass Gott nicht nur redet sondern auch etwas tut. Wenn Er redet, dann erreichen Seine Worte auch ihre bestimmte Absicht. Das Wort des HERRN hat Macht, und es versagt niemals darin, seinen Sinn zu erfüllen.

Der Text hilft uns, einen Sinn Seines Wortes zu verstehen: „bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben und Brot dem, der isst.“ Der Gebrauch dieser Bilder um das Wirken von Gottes Wort zu beschreiben zeigt, dass Gottes Wort Frucht bringt. Es zeigt auch, dass die Frucht viele verschiedene Anwendungen hat. Dasselbe Getreide, dass dem Sämann die Samen gibt, gibt auch das Brot.

Und weiter: „es wird ausrichten, was mir gefällt“. Gottes Wort hat etwas auszurichten. Gott spricht nicht nur um sich selbst reden zu hören. Sein Wort ist nicht leer, noch fehlt es ihm an Kraft. Auch das bedeutet, dass Gottes Wort einen Zweck verfolgt. Er redet nicht in unergründlichen Geheimnissen nur um uns umzuhauen oder zu verwirren oder um uns Raum für alle möglichen Interpretationen zu geben. Wenn Gott redet, dann um etwas auszurichten.

Also kann Gott zuversichtlich sagen: „es wird durchführen, wozu ich es gesandt habe.“ Gottes Wort kriegt das nicht nur so gerade hin. Es wird das durchführen, wozu es gesandt wurde. Es ist reich und voller Leben. Gottes Wort erreicht immer das, wozu Gott es beabsichtigt hat.

Das heißt nicht, dass es egal ist, wie man Gottes Wort präsentiert. Manchmal wird eine fürchterliche Predigt mit den Worten entschuldigt: „Gottes Wort kommt nicht leer zurück.“ Das Prinzip in diesem Abschnitt in Jesaja ist deutlich, aber durch schlechte Vorbereitung eines Predigers wird nur wenig von Gottes Wort etwas ausrichten. Der Prediger kann etwas von Gottes Wort weglassen, verwässern oder verheimlichen, so dass es wenig ausrichtet. Wenn nur wenig gesagt wird, dann wird das Wenige etwas ausrichten – doch wie viel besser wäre es, wenn alles von Gottes Wort seinen Zweck erfüllen könnte.

Von David Guzik

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