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In dgdev

Danach gingen Mose und Aaron hinein und sagten zu dem Pharao: So spricht der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, damit es mir in der Wüste ein Fest hält! (2. Mose 5,1)

Mose ging mit einer kühnen Forderung zum Pharao. Um zu verstehen wie dreist Moses Anfrage war, müssen wir wissen, wie viel Macht und Autorität der Pharao hatte. Die Ägypter damals sagten, dass jeder Pharao ein Kind der Sonne war; dass er ein Freund der größten Götter Ägyptens war und mit ihnen in ihren Tempeln saß und dort angebetet wurde. Ein Pharao hat nie der Öffentlichkeit gedient, sondern die Öffentlichkeit lebte, um ihm zu dienen. Seine Macht und Autorität standen über allem, und es gab keine Einrichtung und kein Gesetz, das über dem Pharao stand oder auch nur ihm gleichgestellt war.

Eine Inschrift eines Pharao an einem alten ägyptischen Tempel sagt: „Ich bin das, was war, was ist und was sein wird, und kein Mensch hat meinen Schleier gelüftet.“ Der Pharao war mehr als ein Mensch. Er hielt sich für einen Gott und die Ägypter sahen das auch so. Dagegen stand Mose.

Nachdem Mose dieses bemerkenswerte Erlebnis mit dem brennenden Busch gehabt hatte und nachdem er gesehen hatte, wie Gott die Herzen der Führer Israels gewendet hatte, musste sich Mose dem wahren Feind stellen: dem Pharao.

Es muss komisch gewesen sein, an den Palast des Pharaos zurückzukehren. Einst lief er als Prinz durch diese Hallen, und vielleicht hätte er eines Tages auf dem Thron des Pharao gesessen – doch „da er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze, die in Ägypten waren; denn er sah die Belohnung an“ (Hebräer 11,26). Mose kannte beides, die Macht der Menschen und die Macht Gottes, und er wusste, dass er in Gott viel mächtiger war, als der Pharao.

Niemand hätte geglaubt, dass Mose den Kampf um Israel Zukunft gegen den Pharao gewinnen würde. Der Pharao sah wie ein Sieger aus, mit all seiner Macht und Überlegenheit. Aber Gott war auf Moses Seite, und es ist nie schlau gegen Gott zu wetten. Er gewinnt, egal wie die Chancen stehen. Auch du kannst dich auf Seine Macht verlassen.

Von David Guzik

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