Lombok – Tag 2

Ja, das war mal ein geschmeidiges, alternatives Reisemobil. Vier brüllende Aussenbordmotoren mit knapp 1000 Pferdestärken schoben Mannschaft und Gerät über das  Anfangs wogende Meer. Reisetabletten wurden vor Antritt der Fahrt von der Fährcrew verteilt. Anfangs dachte ich auch, dass es gut wäre, sie einzunehmen, um das Schlimmste zu verhindern. Aber nach gut einer halben Stunde Wellenritt mit vielen Auf´s und Ab´s beruhigte sich das Wasser, als wir im Schutz der Inseln weiter über das glatte Nass bretterten. Ausnahmslos alle Männer hatten ihre helle Freude an dieser Form der Fortbewegung. Nötig wurde diese Maßnahme, weil Singapore Airlines im Vorfeld den Flug von Singapur nach Lombok cancellten und wir dort sonst 2 Tage Aufenthalt gehabt hätten.


Der Alfons (Sonne) bruzzelte gnadenlos vom Himmel. Heute Abend beim teaching hätten wir das Licht auch aus machen können. Des ein oder anderer Kopf eignete sich gut und gerne als Leuchtmittel. 😉

Tatsächlich sind wir nach einer langen Reise mit einigen Turbulenzen am Ziel angekommen. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, setzte Regen ein. Erst sanft und lieblich, dann in einer Form, die man sogar im Siegerland fast nie sieht. Zu allem Überfluß schlug bei diesem Gewitter der Blitz in einen Strommasten in 10 Metern Entfernung ein. Der Funkenflug war sehenswert und hätte einem Feuerwerk alle Ehre gegeben (zumindest einer kleinen Rakete).

Das hatte ich so auch noch nie und unser Gastgeber meinte, dass das in den 10 Jahren noch nie vorgekommen wäre. Unser Vater ist treu und hat uns bewahrt. Außer einem Stromausfall ist nix passiert. Ich wurde an Hiob 1, wo steht, dass der Feind unserer Seele auch Macht über Naturgewalten hat. Er will uns entmutigen und Angst machen, doch wir weichen nicht zurück.

Trotz des Regens haben wir uns einen Überblick über die Arbeiten gemacht, die wir ab morgen angehen wollen.

Ihr merkt – es bleibt spannend und wir brauchen euer Gespräch mit dem Vater.

Herzlichst grüßt wieder: der Martin Henrichs