Lombok – Tag 3

Regenzeit in Indonesien heißt: es regnet eine ganze Zeit. Heute Nacht wie aus Kübeln. Zum Glück ist keiner weggeschwommen. Aber die Ruhe nach der langen Reise tat gut und nach einem tollen Frühstück ging es frisch ans Werk. Im Regen.

Die Gruppen für die verschiedenen Arbeiten fanden sich schnell und ab ging´s. Überall wurde gehämmert, gesägt, gelacht, Kaffee getrunken, besprochen, geplant, gebohrt.

Die Männer sind echt begeistert bei der Arbeit und wir haben viel geschafft. Mit langen Spanngurten wurde der Dachstuhl wieder in seine ursprüngliche Lage geschafft. Unter Knarren und Knarzen hat er seinen Widerstand aufgegeben und ist unserer sanften Gewalt gefolgt. 😉

Eine gemauerte Wand hatte allerdings Durchhaltevermögen. Mit großem Einsatz wollten wir sie um 3 Zentimeter beiziehen – vergebene Liebesmüh. Kein Millimeter Bewegung war feststellbar. Mit Klebeankern und Gewindestangen wurde die Lage fixiert. Alles gut. Funktionsfähigkeit hergestellt, auch wenn die Bilder später nicht ganz gerade an der Wand hängen.

Die gegenüberliegende Klinkerfassade musste nach unserer Prüfung jedoch komplett abgerissen werden. Jetzt haben unsere Gastgeber viel Platz in der Küche und im Wohnbereich. Sobald Material vor Ort ist, wird eine neue Holzständerwand hochgezogen und mit einer Holzfassade verkleidet.

Nachmittags übrigens ließ der Regen nach. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit hier in den Bergen sieht man nicht viel von der Gegend. Alles ist in Nebel gehüllt.

Nach dem Abendessen werden wir wieder eine gemeinsame Zeit mit dem Vater haben und auf das hören, was Er uns sagen will.

Mal sehen, was die Nacht bringt. Regen vielleicht? 😉

Viele Grüße vom: Martin Henrichs

PS.: Übrigens haben wir hier noch einen Kumpel – Doggi den Hund. Eine halbblinde Promenadenmischung, die unser Gewusel hier liebt und immer da liegt, wo man herlaufen will.