Lombok – Tag 4

Ein Lob den Männern – die haben heute echt was gerissen. Gestern haben wir Einiges rückgebaut und auf den Schutthaufen geschmissen. Wie im richtigen Leben halt. Manchmal muss man im Leben etwas abreißen und auf den Schutthaufen vor den Sohn des Vaters werfen, um wieder Neues entstehen zu lassen.

Nach einer längeren Gesprächszeit mit dem Vater kam dann das bestellte Holz und Elektromaterial und dann ging´s ab. Jeder wusste, was zu tun war. Carsten war im Innenbereich mit dem Zuspachteln von Rissen zugange. Benny, der Zimmermann, sägte und schraubte mit seinem Trupp einen Großteil des Holzständerfachwerks zusammen und Andy verbuddelte mit seinen Mannen rund 700 Meter Stromkabel in der Erde. Das vielbestaunte Highlight war allerdings die „Abwickelmaschine für gummiummanteltes, zweiadriges Elektrokabel“. Klaus hat sie entwickelt. Dem Konstruktör ist eben nix zu schwör 😉.

So war jeder beschäftigt und am Wuseln bis in den frühen Abend hinein, bis dass der Kampf mit dem Stromausfall losging. Kein Strom heisst kein Wasser, weil die Pumpen nicht laufen. Kein Wasser heisst keine Dusche. Keine Dusche heisst….

Unsere Elektrofachmänner hatten schließlich die Ursache an der Generatorsicherung gefunden – dann ging´s und das Wasser rauschte. So langsam neigt sich der Tag hier zu Ende. Alle sind wohlig müde und hungrig.

Übrigens ist die Tierwelt hier so ganz anders wie bei uns. Schöne, bunte Schmetterlinge, Riesenschnecken, Schlangen, Spinnen – alles da in Hülle und Fülle. Auch die Bananenstauden und der Rest der Pflanzenwelt sind wirklich sehens- und bestaunenswert.

Der über 3700 Meter hohe Vulkan in der Nachbarschaft hat sich auch heute morgen für eine Stunde majestätisch gezeigt, nachdem sich die Wolkendecke gelichtet hatte. Wie gesagt für eine Stunde, dann war er wieder in Wolken verhüllt.

Also alles in allem ein wunderschöner, erfolgreicher Tag.

Herzliche Grüße: der Martin Henrichs