Was für ein Tag… Wo fange ich an. Eine Woche liegt hinter uns. Viele Dinge wurden geschafft und heute war Ruhe angesagt. Ruhe?! Pustekuchen. Die Mannschaft mußte erneut ihren „JEDER:MANN“ stehen. Auf zu den Wasserfällen. Matscho, unser Guide, sollte uns hinbringen. Im Gepäck, Wasser, frittierte Bananen und Haribo. Sehr wichtig. Natürlich auch im Gepäck unsere zwei Leiter, Martin und Eckhard. Alle waren froh sich endlich nochmal zu bewegen 😉 Mit viel Gesprächen ging es die steilen Stufen den Berg hinunter. Matscho liebt die Natur und sammelte, während er uns die Geschichten der Namen der Wasserfälle erklärte und uns auf fremde Pflanzen hinwies, immer wieder Plastikmüll am Wegrand auf. Er hatte große Freude, endlich nochmal mit Touristen in die Berge zu gehen. Er betonte, dass die Natur und das Bergführer sein, Beruf, Berufung und Hobby für ihn sei. Es ist schön zu sehen, wenn Menschen von dem, was sie tun begeistert sind. Wir sind begeistert von Gott. Er hat in den letzten Tagen viele Wunder gewirkt. Viele kleine und größere Dinge wurden vor Ihn gebracht und er hat getan. Wahnsinn! Ein Beispiel gefällig: Nach der Rückkehr hörten wir noch eine Predigt von Martin. Im letzten Lied von der Anbetung wunderte ich mich, dass Andi uns a capella singen lies. Fand ich gut :-). Als wir nach der Predigt, bei der ich mich fragte, ob Martin gestern doch nicht im Bett war, sondern meinem Gespräch mit Carsten bis spät in die Nacht gelauscht und danach den Predigtinhalt orientiert hatte, Gebetsanliegen sammelten, wurde dann der Grund offenbar. Eine gerissene Seite an der Gitarre. Mist. Keine Gitarre, kein Worship. Hmm. Was nun? Wir mussten uns beeilen, um zum Essen ins Dorf zu kommen. Also noch kurz und knackig beten war die Ansage von Martin. Päm, Päm, Päm und wir standen aufbruchsbereit auf der Wiese. Unser Gastgeber kam von seinem Familientag zurück. „Und? Einen guten Tag gehabt?“ fragte er. Ein einstimmiges Jawohl schallte ihm entgegen. „Und selbst?“ fragte jemand. „Wir haben heute ein Weihnachtspaket aus Deutschland bekommen.“ Leicht verspätet?! …mit Gitarrenseiten… Krass!!! Genau richtig.

Zurück zum Trip. Völlig von der Natur eingehüllt ging die Wanderung bergauf zum großen Wasserfall. Über Stock und Stein, da das Erdbeben auch hier seine Spuren hinterlassen hat. Viele Erdrutsche haben das Tal verändert. Einige Männer wurden still beim Anblick des fallenden Wassers. Diese Kraft. Staunend standen wir teilweise im Fluss und wurden von der Gischt des Wassers eingehüllt. Herrlicher Sonnenschein und eine vom Wasser abgekühlte Luft lud zum Verweilen ein, doch wir mussten weiter. Ein Wasserfall ist ja nicht genug. Zudem hatten einige die Morgendusche ausfallen lassen. Beim zweiten Wasserfall wurden die Badehosen ausgepackt. Kalt duschen waren wir im zweiten Stock des Gästehauses schon gewohnt, somit sprang unser „Zimmer“ geschlossen unter das kühle Nass.

Am Rückweg und beim Besuch des alten Dorfes sowie der Kaffeeplantage wurde ich immer nachdenklicher. Was für ein Ort. Was für ein toller Tag. Was für ein Gott, der sich zu uns herabbeugt und uns genau das schenkt, was wir brauchen. Ruhe. Impressionen. Gemeinschaft. Friede in unseren Herzen.

Und…Material für Morgen! Morgen greifen wir richtig an! Seid gespannt! Ich bin es, da mich Jesus die letzten Tage immer wieder überrascht hat. Ich liebe es hier zu sein und dennoch freue ich mich, mit genau dieser Power nach Siegen zurückzukehren.

Es schrieb: der Benny Uhr