Wir sind auf die Zielgerade eingebogen. Nach der wohlverdienten „Rennpause“ ging es heute wieder mit Vollgas weiter. Gestern sind die letzten benötigten Materialien eingetroffen und so werkelten wir heute Morgen nach einer Gesprächszeit mit dem Vater fleißig weiter. Mittlerweile eingespielte Teams fanden sich und bauten da weiter, wo sie am Samstag aufgehört hatten. Ein Team zimmerte den Wohnzimmeranbau zusammen, die anderen schalteten und walteten an der Elektrik weiter und siehe da, am Nachmittag war auf allen sechs Verteilerkästen der ersehnte „Saft“. Die Malertruppe hübschte weiter die Innenräume auf, damit alles später blitzt und blinkt. Die nächste Gruppe befasste sich mit der Holzfassade. Wie ihr ja schon wisst, hatten wir am ersten Tag dem Gebäude auf einer Giebelseite „viel Luft verschafft“, weil wir kurzerhand die ganze Wand herausgekloppt und dann als Holzständerfachwerk neu gebaut hatten. Heute stand also die Verkleidung an. Erst wurden dünne Sperrholzplatten als Insektenschutz verlegt, dann wurde gebrettert (um im Renn-Bild der ersten Zeilen zu bleiben). Also uns gefällt es. Und der Bauherrschaft auch 😉. Der Wohnzimmeranbau wird auch cool. Kurzerhand wurde ein 3-flügeliges Fenster zur Wiederverwendung ausgebaut und eine kleine Wand eingerissen. Ein anderes Team hatte in der Zwischenzeit Fundamente ausgehoben, betoniert und Stützen eingeschalt. Tags darauf wurde die Balkendecke gelegt und heute nun die Wände gerichtet. Das erste „Bild“ ist auch schon aufgehangen. 😉 Nebenbei wurde das Dach ein Stück aufgenommen, um die neue Sparrenlage des Anbaues anzupassen. Echt top die Jungs. Die kann man gebrauchen!

In unserer Pause gestern hatte unser Vater echt auf unser Gespräch mit Ihm reagiert. Das war sehr ermutigend. Dem Feind unserer Seele passte das gar nicht. Heute ballerte er deswegen aus vollen Rohren. Wie gut, dass wir zur einer Einheit geworden sind und gelernt haben, zu kämpfen. Während der Arbeit wurden alle Mann zusammengetrommelt, wir haben einen „Männergesprächskreis“ mit dem Vater gebildet – die Männer des Jüngerschaftskurses wissen, was ich meine – und dem Feind gezeigt, was eine Harke ist. Das ist echt schön zu sehen, wie hier Erfahrungen gemacht werden, die lange anhalten. So soll es sein, so kann es bleiben.

Apropos Wetter – Heute war es echt schwülwarm und hat stellenweise geschüttet wie aus Eimern. Folgende Formel konnte ich heute feststellen: indonesischer Regen +  Männerschweiß = Mückentod. Nicht eine einzige Mücke hat mich heute bei der Arbeit belästigt. Erst nach dem Duschen wieder. Vielleicht sollten wir die Brühe auffangen und in Flaschen füllen. OK – war ja nur so eine Idee 😉 . Ihr seht, es läuft und wir gehen die letzten zwei Arbeitstage frohgemut an. Donnerstag fahren wir bis in den Süden der Insel, um am Freitag die lange Reise nach Hause anzutreten.

Es bleibt spannend: der Martin Henrichs